Das sei ein Rekord für Crowdfunding-Kampagnen, bei denen hunderte oder tausende Einzelpersonen über das Internet Geld in ein Projekt stecken. «Wir hätten nicht damit gerechnet, dass das so schnell geht», sagte Baumgaertel. Die Finanzierungs-Kampagne war am Mittwoch gestartet und lief über die Webseite Seedmatch.

Gut 1000 Einzelpersonen gaben Geld und werden dafür an späteren Gewinnen des Unternehmens beteiligt. Das unterscheidet die Aktion von klassischen Crowdfunding-Kampagnen: Dort bekommen die Unterstützer typischerweise das angepriesene Produkt. Teilweise gibt es Sonderausgaben oder Treffen mit den Herstellern für die Geldgeber aus dem Internet-Schwarm. Die US-Plattform Kickstarter gilt als Vorreiter in dem Bereich. Über Kickstarter wurden bereits Filme, Musikalben und technische Gadgets finanziert. Protonet sammelte 2012 bereits bereits 200 000 Euro über Seedmatch.

Protonet will eine weitere Version seines Cloud-Speichers für kleine Unternehmen produzieren. Auf dem Server hinterlegen Nutzer ihre Daten. Sie können von unterwegs darauf zugreifen und mit mehreren Kollegen gemeinsam arbeiten.

Das funktioniert so ähnlich wie die Speicherdienste von Google, Dropbox oder Skype - mit dem Unterschied, dass die Daten auf dem eigenen Server gespeichert werden. Seit Beginn der NSA-Affäre sei das Interesse daran gestiegen, sagte Baumgaertel.