Der Geistliche bot dem Eichstätter Bischof, Gregor Maria Hanke, den Verzicht auf seine Pfarrstelle an. Der Bischof entband ihn daraufhin mit Wirkung zum 16. März.

Sein Rücktrittsgesuch begründete der Pfarrer damit, dem Wohl der gesamten Pfarrei dienen zu wollen. Ihm sei klar geworden, dass er manchmal durch seine direkte Art Menschen verletzt habe, sagte der Pfarrer demnach bei Gottesdiensten in Deining.

Der Mann hatte einen Großteil seiner Gemeinde gegen sich aufgebracht, weil er auf einem Neujahrsempfang gegen verschwenderische Politiker, Homosexuelle, zunehmende Islamisierung und angeblich einseitige Medien gewettert hatte. Mitglieder der Pfarrei schilderten daraufhin in einem Brief an den Bischof auch das dienstliche Verhalten des Pfarrers als "nicht gesellschaftsfähig".

Er habe unter anderem Frauen und Kinder mit Behinderung beschimpft. So hatte er ein an Leukämie erkranktes Kind gefragt, ob es "zu faul zum Laufen" sei. Nach den umstrittenen Äußerungen und dem Brief hatte das Bistum Eichstätt den Kirchenmann wiederholt ins Gebet genommen.