Sieben Jahre nach der Duisburger Loveparade-Katastrophe hat am Freitag der Strafprozess gegen zehn Angeklagte begonnen. Vier Mitarbeiter der Veranstalterfirma Lopavent und sechs Bedienstete der Stadt Duisburg müssen sich vor dem Landgericht Duisburg wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung verantworten. Bislang hat das Gericht bis Ende 2018 insgesamt 111 Verhandlungstage terminiert.


Der Prozess begann mit mehreren Befangenheitsanträgen gegen die Zusammensetzung des Gerichts. Das Verfahren findet aus Platzgründen nicht in der Revierstadt statt, sondern im Messe-Congress-Center von Düsseldorf. Viele Zuschauerplätze blieben am ersten Verhandlungstag jedoch leer.

Bei der Katastrophe am 24. Juli 2010 starben 21 Menschen, 652 wurden verletzt.
Den Angeklagten wird vorgeworfen, durch Fehler bei der Planung oder Genehmigung des Technofestivals zur Entstehung der Massenpanik beigetragen zu haben, an deren Folgen die Opfer ums Leben kamen oder verletzt wurden. Damit die Vorwürfe nicht verjähren, muss bis Mitte 2020 zumindest ein erstinstanzliches Urteil gesprochen werden. Das Gericht will regelmäßig an drei Tagen pro Woche verhandeln.