Der Psychologieprofessor Andrew Jarosz von der Mississippi State University ließ 20 Testpersonen Cocktails trinken, bis sie einen Promillewert von 0,75 erreicht hatten. Anschließend sollten die Probanden - allesamt Männer zwischen 21 und 30 Jahren - eine Reihe von Wortassoziationsrätseln lösen.

Im Vergleich zu einer nüchternen Kontrollgruppe gaben sie nicht nur mehr richtige Antworten, sondern lösten die Aufgaben auch deutlich schneller. Ob andere, vor allem ältere Personengruppen ebenfalls zu diesem Ergebnis kommen, soll sich in zukünftigen Studien zeigen.


Alkohol erleichtert Querdenken

"Wenn es ums Querdenken geht, können Happy-Hour-Cocktails oder ein Martini zum Mittagessen tatsächlich von Vorteil sein", sagte Jarosz dem Harvard Business Manager. Durch den Einfluss von Alkohol neige man bei der Lösung von Problemen dazu, sich nicht zu stark auf den ersten Gedanken zu fokussieren, sondern auch andere, scheinbar irrelevante Ideen zuzulassen. Diese können sich gerade bei Assoziationsaufgaben wie der in der Studie als richtig herausstellen.

Übertreiben sollte man es mit dem Bierchen in der Mittagspause trotzdem nicht: "Wenn der Blutalkoholwert auf über 0,8 Promille steigt, sind Sie wahrscheinlich zu nichts mehr zu gebrauchen. Und vermutlich können Sie schlechte Ideen auch gar nicht mehr aussortieren", so Jarosz. Bei Aufgaben, die hohe Konzentration erfordern, beispielsweise bei der Arbeit mit Maschinen oder beim Lösen mathematischer Probleme, sei es dagegen immer erforderlich, nüchtern zu bleiben.

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