Die Polizei werde "konsequent gegen alle vorgehen, die hier über die Stränge schlagen", sagte der neue Kölner Polizeipräsident Jürgen Mathies am Montag zum Sicherheitskonzept für den Kölner Karneval. Allein an Weiberfastnacht sollen nach seinen Angaben mehr als 2000 Polizisten auf den Straßen Kölns unterwegs sein. Hinzu kommen rund 350 Polizei-Auszubildende, die den Einsatz unterstützen.

Man habe nach den Ereignissen der Silvesternacht von Köln das "Einheitskonzept angepasst", betonte Mathies. In enger Absprache mit der Stadt, der Justiz und den Karnevalsvereinen solle gegen Straftäter zügig vorgegangen werden. In den Gefangenensammelstellen stünden 400 Plätze bereit, zudem soll die Videoüberwachung intensiv genutzt werden.

Trotz aller Maßnahmen könne es aber hundertprozentige Sicherheit nicht geben, räumte Mathies ein. Auch in den vergangenen Jahren habe es zu Karneval etwa 50 Sexualstraftaten gegeben. Man könne "auch in diesem Jahr nicht ausschließen, dass es solche Taten gibt", sagte der Polizeipräsident. Mit Blick auf einen möglichen terroristischen Anschlag erklärte Mathies, dass es zwar eine "abstrakt hohe Gefährdungslage für einen Anschlag" gebe, "konkrete Gefährdungserkenntnisse" lägen aber nicht vor.