Aus Sorge vor Ausschreitungen nach den muslimischen Freitagsgebeten setzt die israelische Polizei mehrere Hundertschaften in Jerusalem ein. Es gebe allerdings keine Altersbeschränkungen für Muslime, die an der Al-Aksa-Moschee in der Altstadt beten wollten, sagte ein Sprecher der Polizei am Freitag. Aus Protest gegen die Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt durch die USA hat die radikal-islamische Hamas zum Beginn eines neuen Palästinenseraufstands (Intifada) für Freitag aufgerufen.

Bei Konfrontationen in Ramallah, Hebron, Bethlehem und am Rande des Gazastreifens wurden am Donnerstag nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums mindestens 80 Palästinenser verletzt.
Der Tempelberg (Al-Haram Al-Scharif: Das edle Heiligtum) mit der Klagemauer sowie der Al-Aksa-Moschee und dem Felsendom in der Jerusalemer Altstadt ist Juden wie Muslimen heilig. Im Sommer hatte Israel nach einem Anschlag zeitweise neue Sicherheitskontrollen für muslimische Gläubige am Tempelberg eingeführt. Aufgrund der angespannten Lage durften auch mehrfach nur Männer über 50 und Frauen die heilige Stätte betreten.

US-Präsident Donald Trump hatte am Mittwoch in einem historischen Alleingang Jerusalem als israelische Hauptstadt anerkannt. Die Palästinenser reagierten empört, Israel dagegen euphorisch.