Na ja, am nächsten Morgen haben diese Frauen dann einen unglaublichen Kater. Was haben Sie denn gedacht?! Und weil der Kater schlimmer wird, wenn man sich bewegt, bewegen sich solche Frauen dann einfach nicht, surfen stattdessen im Internet - und finden viele lustige Seiten, mit denen bestimmt auch Sie Spaß haben werden.

Zum Beispiel diese hier, die einen ein schreckliches Lied nie mehr so hören lässt, wie vorher - ich sag nur Assi-José mit Marta! Ganz großartig fürs Auf-ewig-das-Falsche-hören auch dieses Video von "Oh Fortuna", wobei es zugegebenermaßen stellenweise politisch nicht hundertprozentig korrekt ist - aber das wird hier heute noch öfters der Fall sein. Politisch eher unausgewogene Musik gibts zum Beispiel auch unter dieser Adresse, ist aber nur lustig, wenn Sie Eminem und Mitt Romney kennen.

Vier Akkorde für ein Halleluja - und für alles andere auch

Wenn Sie sich dafür interessieren, dass extrem viele Lieder mit vier Akkorden auskommen und gleichzeitig hören wollen, wie man nahtlos von James Blunt zu Alphaville oder von Elton John zu Maroon 5 übergehen kann, kann ich Ihnen diese australische Comedy empfehlen. Und wenn Ihnen das alles jetzt auf die Nerven geht, weil Sie durch mich einen schrecklichen Ohrwurm haben, bekommen Sie ihn hier wieder weg.

Vermutlich fragen Sie sich jetzt: Wieso macht sie denn einen Teufel aufs Bild und erzählt dann nur von ihrem blöden Kater und irgendwelchen Internet-Links? Richtige Frage! Bevor ich mich schrecklich betrank (und einer der Gründe dafür, dass ich es tat) war die, ich nenne es mal... Verkaufsveranstaltung für plastifizierte Dauerfreunde, die ich letzte Woche - natürlich lediglich aus Recherchegründen - besucht habe.

Warum plastifizierte Dauerfreunde einen nicht angrinsen sollten

Es war unerträglich! Heute heißen die Dinger nämlich nicht mehr einfach Dildos. Sie heißen "Zauberzwerg", "Kurschatten" oder "Die kleine Raupe Nimmersatt". DIE KLEINE RAUPE NIMMERSATT?! Hallo?! Und Gesichter haben sie auch noch! Finden Sie das normal?!

Als ob das nicht merkwürdig genug wäre, sollte einem zwischendurch noch Körperpuder ("Feenstaub"), Magic Skin Knisterschaum und Kerzenwachs in Körpertemperatur (alles essbar!) angedreht werden. Die Jugendlichen von heute (genau die waren es nämlich, die danach wie bekloppt eingekauft haben) finden einander offensichtlich ziemlich eklig. Irgendwie gruselig!

Aber ich weiß, das finden Sie jetzt wieder affig. Lassen Sie mich das Problem deshalb an einem Beispiel darstellen: der Auto-Szene aus "Titanic". Stellen Sie sich die mal nur mit leckeren Empfindungen vor. Beschlagene Scheiben - geht schonmal nicht, schwitzen ist ja eklig und salzig und wird sofort mit dem Sex-on-the-Beach-Puder (nur echt mit dem Hühnerfeder-Pinsel!) gekontert. Statt beschlagener Scheiben wabern in Titanic 2.0 also Puder-Schwaden durchs Auto. Und statt der Hand, die jetzt ja auch keine dramatischen Spuren mehr auf die Scheibe wischen kann, glotzt plötzlich die lustig lachende "kleine Raupe Nimmersatt" in die Kamera. Oder ein zwinkernder Teufel - nähme die Tragik quasi vorweg.

Und irgendwann, am Ende des Films, wenn man sich gerade wieder von der Szene erholt hat, treibt dann nur noch der Teufel (wasserdicht, wenn man die Batterien richtig einlegt - oder so ähnlich) durchs Eismeer und wartet darauf, dass jemand das "Flutschfilm"-Badesalz ins Meer schüttet. Man könnte jetzt sagen: Immer noch besser als ein toter Leonardo DiCaprio. Aber das diskutieren wir, wenn die Besucherzahlen für die 3D-Version vorliegen!


P.S.: Wenn Sie mehr auf geistige Erquickung und gleichzeitig auf falsch verstandene Liedtexte stehen, möchte ich Ihnen das Buch "Der weiße Neger Wumbaba" von Axel Hacke ans Herz legen. Der ist zwar von der Konkurrenz, aber so lustig waren Verhörer nie wieder!