Wer hat ihn nicht im Verwandten- und Bekanntenkreis, den nervigen Neunmalklug, der zu jedem Thema seinen Senf dazugeben muss und dabei meint, alles besser zu wissen? Mit der App "Quizduell" kann man demjenigen jetzt zeigen, wo der Klugscheiß-Hammer hängt.

"Wer wird Millionär?"-Fans finden sich bei "Quizduell" schnell zurecht: Zu jeder Frage gibt es vier vorgegebene Antworten, von denen natürlich nur eine richtig ist. Das Besondere: Man spielt nicht um Geld oder für sich selbst, sondern eben immer im Zweikampf mit anderen Nutzern. Freunde und Bekannte findet man über den Nutzernamen. Per Zufallssuche kann man auch gegen Fremde antreten.

Jede Partie besteht aus sechs Runden, jede Runde aus drei Fragen einer bestimmten Kategorie. Der Spieler, der an der Reihe ist, wählt aus einer von drei zufälligen Kategorien aus. Diese sind unter anderem "Kinofilme", "Zeugen der Zeit", "Computerspiele", "Körper und Geist", "Die 2000er" oder "Medien und Unterhaltung". Die Erfahrung zeigt: Wer nicht gerade einen medizinischen Beruf ausübt, sollte etwa in der Kategorie "Körper und Geist" nicht unbedingt gegen Krankenschwestern und -pfleger antreten. Und in der Kategorie "Computerspiele" ist ein Duell mit den Angezockt-Bloggern nicht ratsam...

Innerhalb eines bestimmten Zeitlimits muss die jeweilige Frage beantwortet werden. Die Spanne ist so kurz, dass es nicht möglich ist, bei Google die richtige Antwort herauszufinden. Mogeln ist also nahezu unmöglich. Wenn man die Frage nicht in der vorgegebenen Zeit beantwortet, wird sie als falsch gewertet. Im Notfall hilft also nur raten. Für jede richtige Antwort erhält der Spieler dann einen Punkt. Am Ende der Partie wird dann zusammengezählt, welcher der Duellanten mehr Fragen richtig beantwortet hat.

Die Premium-Version, die rund drei Euro kostet, bietet den Vorteil, dass das Programm Statistik darüber führt, wie oft man gewonnen oder verloren hat. Zudem lässt sich ein Avatar gestalten. Wer sich für die kostenlose Version entscheidet, muss dabei mit einem blauen Kreis mit Augen vorliebnehmen. Ein Umstand, der durchaus zu verkraften ist. Wesentlich nerviger sind die zahlreichen Werbe-Einblendungen. Es ist teilweise recht fummelig, die Banner wegzuklicken. Ansonsten ist das Programm aber in vollem Umfang nutzbar.

Da die Kategorien sehr unterschiedlich sind, gibt es für jeden Spieler das ein oder andere Fachgebiet, auf dem er punkten kann. Das sorgt dafür, dass die Duelle ausgeglichen und somit spannend bleiben. Der Schwierigkeitsgrad der Fragen schwankt indes stark. Wiederholungen sind selten, kommen aber durchaus vor. Falsche oder irreführende Fragen können den Entwicklern gemeldet werden.

Die Fragen haben sich übrigens die Nutzer selbst ausgedacht. Jeder User kann sie über ein einfaches System erstellen, kategorisieren und mit der Community teilen. Daneben bietet das Programm noch die Möglichkeit, sich gegenseitig Chat-Nachrichten zu schreiben. Das alles funktioniert selbstverständlich nur, solange man online ist. Offline kann man die Software nicht verwenden.

Dank der derzeit rund zehn Millionen "Quizduell"-Nutzer lässt sich immer ein Gegner finden, und der Katalog an Fragen wächst stetig. Besonders spaßig ist das Spiel aber im Duell mit Freunden, Kollegen und Verwandten. Kaum zu glauben, wie diebisch man sich freuen kann, den nervigen Neunmalklug abgezockt zu haben. Ein Paradies für Besserwisser.