Der Computer fährt hoch und es erscheint die Warnung "Ihr Computer wurde gesperrt!" - und kann nur gegen ein Lösegeld wieder benutzt werden. Das ist das Werk des sogenannten BKA-Trojaners, der nicht nur Computer befällt und sie sperrt. Er gaukelt den Nutzern auch noch vor, dass Behörden wie die Bundespolizei oder das Bundeskriminalamt den Rechner aus Sicherheitsgründen gesperrt hätten. Beliebt bei den Gaunern sind offenbar auch andere Organisationen, die auch nur einen Hauch von Seriosität verbreiten. Auf den ersten Blick.

Spätestens auf den zweiten Blick sollte sich aber der gesunde Menschenverstand einschalten und den Nutzer vom Griff zum Geldbeutel abhalten. Nicht einschüchtern lassen, nicht zahlen und sofort Anzeige bei der Polizei erstatten, raten auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK).

Und der Rechner? Den reinigt man am besten mit entsprechenden Programmen, die es zum Beispiel auf der Seite des Anti-Botnetz-Beratungszentrumsoder auf Rettungs-CDs, die oft Computerzeitschriften beiliegen, gibt. Hilfreich ist auch ein Blick auf die Herstellerseite des Antivirenprogramms, das bei Windows-Rechnern ohnehin Pflicht sein sollte. Genauso übrigens wie der Hinweis, dass alle Programme und vor allem das Betriebssystem (egal ob Windows, iOS oder Linux) immer auf dem aktuellen Stand und regelmäßig mit den entsprechenden Updates versorgt werden sollten.


Vorsicht vor unbekannten Anhängen


Doch die besten Firewalls und Virenscanner nützen nichts, wenn sich das digitale Ungeziefer quasi über die Hintertür einschleicht. Ein Klick auf den Link in einer Mail, das Herunterladen einer Datei unbekannter Herkunft oder ein bereits infizierter USB-Stift, der ohne vorherigen Virenscan benutzt wird - obwohl man als normaler Nutzer natürlich den Rat der Computerexperten inklusive der zuständigen IT-Administratoren im Kopf hat.
Wer sich brennend für den Anhang einer Mail unbekannter Herkunft interessiert, sollte sich wenigstens die Mühe machen, sie zu speichern und sie vor dem Öffnen auf Viren zu scannen. Die Finger lassen sollte man aber vor Dateien mit den Endungen .exe., .com, .bat oder .sys - die sind nämlich sofort nach dem Klicken aktiv.
Hilfreich ist es auch, das E-Mailprogramm so einzustellen, dass E-Mails nicht automatisch in einer Voransicht dargestellt werden.

Tipps zum Schutz des PCs bietet unter anderem auch das BSI.