Schon mehrfach habe ich hier im Blog Projekte vorgestellt, die nach Geldgebern über das Portal Kickstarter suchen. Ein solches ist aktuell ALEX. Im Gegensatz zu Smartwatches, die ja auch als Wearables bezeichnet werden, wird ALEX aber nicht am Handgelenk befestigt, sondern am Nacken und hinter den Ohren, fast wie eine nach hinten getragene Brille. Durch Sensoren soll ALEX erkennen können, ob die Haltung passt, ob die Sitzposition gut oder verbesserungswürdig ist.

Erkennt ALEX ein „Fehlverhalten“, kann das Gerät durch Vibration darauf hinweisen. Die Zeiträume, wann Informationen gegeben werden sollen, lassen sich einstellen. Außerdem wird es eine begleitende App geben, die diese Einstellungen vornehmen lässt und auch die Zeiten dokumentiert. Die Verbindung zum Smartphone wird über die Strom sparende Bluetooth-Technologie realisiert. Sollten sich genügend Geldgeber finden, wird ALEX bereits im Mai 2016 erscheinen.

Der Technik-Michel meint:
Jetzt ließe sich einmal mehr eine Diskussion auslösen: Wie viel Kontrolle wollen wir eigentlich der Technik überlassen? Sind wir denn überhaupt noch in der Lage, uns selbst zu kontrollieren, selbst Verantwortung für uns zu übernehmen. Klar: Darüber muss man reden. Die Frage wird auch weiterhin sein: Was passiert mit den Daten, die solche Geräte erfassen? Bleiben sie in meiner Hand oder kommt irgendwann einmal die Krankenkasse und schreibt allen Büroangestellten ein solches Gerät vor? Und wer denn keine Haltung bewahrt, muss mit Leistungskürzungen rechnen?

Zukunftsmusik. Nach aktuellem Stand könnten Geräte wie ALEX erst einmal helfen, zu sensibilisieren. Mit einem Preis von rund 70 US-Dollar wird ALEX außerdem kein Luxus-Gadget werden. Es kann sich also lohnen, mitzumachen, vor allem dann, wenn Rückenprobleme bereits zum Alltag gehören.