Marcus und Ed kommen von einem kleinen Angelausflug zurück an Land und stellen fest, dass sich einiges geändert hat. Statt der netten Landbevölkerung stiefeln jetzt Zombies am Ufer entlang und stolpern durch den nahegelegenen Wald. Die beiden Freunde sind nicht lange geschockt, schnappen sich Paddel und Schaufel, schlagen den Untoten die Rübe ein und machen sich auf die Suche nach Überlebenden.

Die Szene kommt euch bekannt vor? Kein Wunder, denn genau so beginnt der Spieler seine Reise in "State of decay" - und genau so beginnt auch die Reise in der Neuauflage des Titels von 2013. Die Unterschiede liegen wie so oft im Detail. Beispielsweise bei den Spiegelungen auf dem See, die in der "Year One Survival Edition" - kurz YOSE - deutlich besser aussehen als noch vor zwei Jahren. Auch die Bewegungen der Figuren wirken flüssiger. Zudem haben Jeff Strain und sein Entwicklerteam bei Undead Labs für mehr Sichtweite gesorgt. Das heißt, man sieht die Zombies früher kommen und kann sie leichter per Scharfschützengewehr ausschalten.

Klar, die Aufmachung in 1080p weiß schon zu gefallen - aber lohnen sich dafür die 20 bis 30 Euro? Nein. Denn der Punkt ist, dass entscheidende Schwächen des Spiels nicht ausgemerzt wurden. Noch immer nerven zahlreiche Bugs, und zwar nicht nur grafischer Natur. So kann es passieren, dass plötzlich die Story unterbrochen wird, weil ein Zielpunkt auf der Karte nicht angezeigt wird oder ähnliches. Auch Glitches sind nach wie vor an der Tagesordnung.

Neben der überarbeiteten Grafik bieten die Entwickler dem Spieler ein paar zusätzliche Charaktere und Waffen. Zudem sind in der YOSE beide Erweiterungen ("Lifeline" und "Breakdown") enthalten. Wer also bislang noch nicht in den Genuss von State of decay gekommen ist, der darf bei diesem Paket gerne zugreifen. Alle Kenner werden enttäuscht sein - denn die wenigen Neuerungen rechtfertigen die Anschaffung nicht.