So ein großer Mist. Ich war schon wieder krank. Das ist gar nicht kaiserlich.

Also Freitag jammerte ich Frauchen die Ohren voll, dass ich raus will. Natürlich machte sie mir das Fenster auf. Diesmal scherte ich mich auch nicht um die Katzenregel, sondern stürmte gleich raus. Durch den Garten und hinüber zum ehemaligen Sportplatz. Eigentlich kann ich gar nicht mehr sagen, wie es passiert ist. Alles ging so schnell. Da war dieser Hund und mein Schwanz und gerade konnte ich noch entwischen. Na ja, am Schwanz sind die Haare schon in Mitleidenschaft gezogen worden, aber noch schlimmer war, dass ich mit meinem rechten Hinterbein irgendwie blöd auf kam.

Ich schaffte es gerade noch auf den Gartentisch und da blieb ich auch sitzen. Ein paar Stunden waren das schon. Plötzlich machte Frauchen sich Sorgen und rief nach mir. Irgenwann muss ich ja wieder ins Haus dachte ich und humpelte hin. Auf das Fensterbrett zu springen, brauchte meine ganze Energie.

Cherry war mir in dem Moment total egal. Frauchen merkte sofort, dass ich mein Bein nachziehe und immer nur zwei Schritte laufen kann. Sie schleppte mich sofort zu ihren Superdoc in die Tierklinik. Wenn es mir nicht so elend gegangen wäre, könnte ich es als "Katzen-Frau" wenigstens genießen, aber so war es mir eigentlich egal. Ich bekam zwei Spritzen, Frauchen die Rechnung und ab ging es wieder nach Hause mit der Verpflichtung am Samstag noch mal zu kommen. Die Autofahrt juckte mich nicht, konnte mich ja sowieso nicht bewegen.

Nach dem Frühstück am Samstag werde ich wieder ins Auto verfrachtet. Ich fahre übrigens ohne Korb, aber trotzdem nicht gern. Cherry muss immer in den Korb, geschieht ihm recht...

Im Wartezimmer ist nicht viel los. Aber ein Riesenvieh von deutscher Dogge ist da. Eine Pfote von der ist ja fast so groß wie ich!

Als wir an die Reihe kommen, werde ich wieder gespritzt. Ich habe da eigentlich nichts dagegen, denn mir geht's dank der Spritze vom Vortag schon besser.

Auf der Heimfahrt kann ich also wieder im Auto rumalbern. Allerdings bin ich ein bisschen zu übermütig, so dass ich mich kurz vor der Haustür noch im Auto übergeben muss. Das ist mir voll peinlich. Aber Cherry weiß es ja nicht. Es geht mir wieder ausgezeichnet! Ich bin glücklich so ein fürsorgliches Frauchen zu haben. Und trotz allem einen Gefährten wie Cherry. Ach Welt, lass dich umarmen! Aber vom Kranksein hab ich momentan die Schnauze voll.

Miau Eure Sissi