Laut eines New Yorkes Staatsanwalts ist es Geheimdiensten möglich, auch Android-Smartphones mit Betriebssystemen kleiner als Version 5.0 zuzugreifen. Er hatte behauptet, Google könne aus der Ferne Passwörter zurücksetzen und somit die Geräte freischalten, obwohl sie vom Nutzer gesperrt seien. Somit hätten forensische Ermittler die Möglichkeit, aus der Ferne auch auf die Inhalte eines Smartphones zuzugreifen.

Das hat Google nun dementiert. Sicherheitschef Adrian Ludwig äußerte sich dazu auf Google+. Die Meldungen nach denen rund 75 Prozent der Android-Geräte damit anfällig seien, träfen nicht zu. Dem Unternehmen sei es nicht möglich, die Sperre von Geräten aus der Ferne aufzuheben oder den Zugang einem Dritten zu ermöglichen. Das gelte unabhängig davon, ob ein Smartphone verschlüsselt sei oder nicht.

Der Technik-Michel meint:
Die Frage, ob Geheimdienste und Ermittlungsbehörden Zugriff auf Smartphone erhalten sollen, ist nicht neu. Google-Konkurrent Apple hat kürzlich behauptet, durch die starke Verschlüsselung der Daten ab der Betriebssystem-Version iOS 8 erlaube dem Unternehmen keinesfalls, auf persönliche Daten zuzugreifen. Eine solche Verschlüsselung gibt es auch bei Android, allerdings erst ab Version 5.0. Sie lässt sich in den Einstellungen unter „Sicherheit“ aktivieren – der Prozess dauert allerdings gut und gerne eine Stunde.

Obligatorisch ist es dann auch, das Smartphone mit einem Gerätepasswort zu versehen – einer Einrichtung, die ohnehin genutzt werden sollte. Die von vielen Nutzern verwendeten Entsperrmuster (hierbei werden in einem mit Punkten markierten Quadrat Linien miteinander verbunden) reichen allerdings nicht aus. Nutzer von Android 4, 3 oder sogar 2 schauen beim Thema Verschlüsselung allerdings in die Röhre. Vielleicht ist es an der Zeit, das liebgewonnene, aber doch schon ältere Smartphone so langsam auszutauschen …