Apple ist und bleibt der Smartphone-Hersteller schlechthin. Zwar verkauft der US-Konzern nur 20 Prozent aller Smartphones weltweit, sackt dafür aber – und diese Meldung schlug in den vergangenen Tagen ein wie eine Bombe – 92 Prozent aller Gewinne ein. Überhaupt gibt es nur noch ein anderes Unternehmen, das mit Smartphones Geld verdient: Samsung.

Alle anderen Hersteller, egal wie sie heißen, schreiben Verluste mit diesen Geräten. Vor einem Jahr sah es noch etwas anderes aus: Damals verbuchte Apple 65 Prozent aller Gewinne, die Stärke von Apple ist somit auch auf die Schwäche von Samsung zurückzuführen, denn dessen Topmodelle verkauften sich 2014 / Anfang 2015 weniger gut.

Der Technik-Michel meint:
Woran liegt’s? Erstens natürlich an den Preisen. Ein durchschnittliches iPhone kostet rund 620 US-Dollar, während für Android-Smartphone im Schnitt 185 US-Dollar über die Ladentheke wandern. Ein wichtiger Schritt für Apple war zudem, das iPhone in verschiedenen Displaygrößten anzubieten und damit viele Samsung-Nutzer zum Umstieg zu bewegen. Mit dem Dienst „Move to iOS“, den Apple ab der neuen Betriebssystemversion iOS 9 anbieten wird, könnte sich der Wechseltrend noch einmal verstärken. Natürlich wird das auch davon abhängen, wie Apple die iPhones mit der neuen Modellreihe im Herbst weiter entwickelt. Und, zweitens: Apple hat sich ein Ökosystem geschaffen, das sich sowohl aus den Diensten wie iTunes, aber auch aus den Nutzern selbst zusammensetzt. Zwar sind iPhones längst nicht mehr die Statussymbole wie vor einigen Jahren, stehen aber immer noch für Stil und die Bereitschaft, für ein Smartphone ordentlich Geld in die Hand zu nehmen.