Viele Deutsche, die einen Satellitenanschluss nutzen, dürften die Marke Technisat kennen. Das Unternehmen ist im Endkundenbereich vor allem für seine Satellitenschüsseln und Sat-Receiver bekannt. Ein weiteres Standbein ist die Zulieferung von Teilen an die Automobilindustrie. Was nur wenige bislang wussten: Technisat baut auch Fernseher, und bei den Geräten des Unternehmens aus der Eifel kommen die meisten Bauteile sogar noch aus Deutschland. Lediglich die Displays kauft Technisat in Asien ein, wobei eine eigene Einkaufsabteilung in China verspricht, nur hochwertige Komponenten auszuwählen. Entwickelt werden die TVs in Dresden, und zwar sowohl die Hard- als auch die Software.

Ein Versprechen, das die meisten Hersteller nicht mitgehen können, gibt Technisat dabei seinen Kunden: Ersatzteile sollen auch für diejenigen Geräte zu haben sein, die zehn Jahre alt sind. Warum Technisat nur wenigen als TV-Hersteller bekannt ist, liegt am Vertriebskonzept. Denn wie bei Loewe sind die Geräte nur bedingt in Onlineshops zu haben, der Verkauf erfolgt größtenteils über Fachhändler, die für den Verkauf extra geschult wurden. Das soll laut Technisat die Qualität sichern. Fünf Produktserien hat das Unternehmen aktuell im Angebot.

Der Technik-Michel meint:
Bei Fernsehern haben deutsche Hersteller heute fast alle Marktanteile eingebüßt. Dennoch lohnt sich ein Blick. Denn die Preise „deutscher Fernseher“ liegen nicht mehr, wie noch vor einigen Jahren, in astronomischen Höhen. Gute Geräte von Technisat sind beispielsweise schon für unter 1.000 Euro zu haben. Und gewisse Vorteile sind inklusive: Liegt ein Defekt vor, ist eine Reparatur auch außerhalb der Garantiezeit möglich, das Gerät muss nicht, wie bei vielen asiatischen Herstellern, direkt auf den Müll wandern. Und: Technisat macht sich Gedanken über die verschiedenen Nutzergruppen. Ein „Easy Mode“ eignet sich besonders für Senioren, die sich möglichst wenig mit der Technik im Hintergrund befassen möchten. Für alle anderen gibt es aber auch jene Internetfunktionen, die heute den Zugang zu Mediatheken und Videoportalen ermöglichen. Damit hätte Technisat durchaus einen höheren Marktanteil als aktuell verdient …