Nachdem wir bereits die Großveranstaltungen des Weltjugendtages - Höhepunkt war natürlich die Abschlussmesse am Sonntag - an der Copacabana erlebt hatten, standen an unseren letzten beiden Tagen in der "Cidade maravilhosa" weitere touristische Highlights auf dem Programm.

Am Montag ging es in erster Linie erst einmal darum, sich von den Anstrengungen des Weltjugendtages zu erholen. Es wurden verschiedene Kleingruppen gebildet. Unsere Gruppe besuchte in dem Viertel Uruguaiana (dort, wo wir auch untergebracht waren) die örtlichen Geschäfte.

Es gab viele kleine Läden mit Handys, Uhren, Faschingsutensilien und Souvenirs. Vor allem aber gab es ganz, ganz viel Kitsch und Glitzer. Absolutes Highlight waren blaue kniehohe Lackstiefel mit 15 Zentimeter hohen Absätzen und der brasilianischen Flagge an der Seite.

Passend dazu gab es im nächsten Shop pinke Handtaschen aus Plastik. Fehlte nur noch die quietschgelbe Federboa an der Ecke und schon war es fertig, das perfekte Outfit für jede Bad-Taste-Party! Auf alle Fälle gab es in dem quirligen Einkaufsviertel sehr viel zu staunen und zu sehen, zwischendurch aber auch immer wieder wirklich schöne Souvenirs und andere Kleinigkeiten.

Nachdem sich jeder noch ein paar "Havaianas" gekauft hatte, gingen wir auf die Suche nach einer Poststelle, um Briefmarken für unsere Postkarten zu kaufen. Auch unser Freund und Helfer in Form von zwei Polizisten konnte uns bei der Suche nicht wirklich weiterhelfen, da di e beiden kein Wort Englisch verstanden und offensichtlich auch der Zeichensprache nicht mächtig waren. Als wir unsere Briefmarken endlich ergattert hatten, ging es in Richtung Strand nach Ipanema!

Alle Wege führen bekanntlich nach Rom. Einige führen auch nach nach Ipanema. Leider aber nicht alle. Nachdem wir einige Irrwege ausgetestet hatten, wurden wir für den langen Marsch jedoch reichlich belohnt - mit einem tollen Blick aufs Meer, weichem Sand und einem romantischen Sonnenuntergang. Außerdem konnten wir endlich das Klischee aller Getränke, die man am Meer konsumiert, schlürfen: die Kokosnuss mit Strohhalm!

Es gibt nichts Erfrischenderes! Mit von der Partie war auch unsere brasilianische Freundin Natalha, die wir bei dem Zirkusprojekt einige Tage vorher kennengelernt hatten. Da die Chemie zwischen ihr und der Gruppe sofort stimmte - was ja bei so ner tollen Gruppe klar ist - erklärte sie sich dazu bereit, uns die Stadt zu zeigen und uns in jeglicher Hinsicht zu begleiten. Am Ende unsrer Reise fiel es uns sehr schwer, uns wieder von ihr zu trennen, da sie schon ein Teil unsrer Gruppe geworden war.

2 Wochen brasilianisches Essen hatte trotz der guten Küche etwas an den Nerven gezehrt und so kam die Einladung ins Steakhouse am Abend genau richtig: Die Mägen mit Fleisch gefüllt und die Gesichtszüge entspannt, schlurften wir glücklich und zufrieden zurück in die Hafenschule. Apropos Magen: Zwar sind wir von größeren Krankheiten zum Glück verschont geblieben. Allerdings haben die viel beschworenen Verdauungsprobleme auch vor unserer Gruppe nicht Halt gemacht und so verbrachte der ein oder andere doch mehr Zeit auf den "Sanitarios" als gewollt.

Die großen touristischen Highlights - Christusstatue und Zuckerhut - folgten am Dienstag. Nachdem unsere Organisatoren bereits im Vorfeld Tickets für einen Busshuttle reserviert hatten und wir uns aus unerfindlichen Gründen auch noch in die VIP-Schlange einreihen konnten, verkürzte sich unsere Wartezeit von den durchschnittlichen drei auf knapp eine halbe Stunde und nach weiteren 20 Minuten waren wir an der Stelle, die man sonst nur auf Postkarten sieht: am Fuß der 38 Meter hohen Christusstatue, die über Rio thront.

Diese mit eigenen Augen zu sehen, war unglaublich beeindruckend. Beeindruckend war auch, wie einige Touristen Mensch + Christusstaue auf ein und dasselbe Foto zu bringen versuchten. So standen zahlreiche Menschen mit ausgestreckten Armen vor der Statue, während sich vor ihnen auf dem Boden liegende und mit Kameras ausgerüstete Menschen bemühten, diesen historischen Moment festzuhalten. Ein schönes Schauspiel!

Im Anschluss ging es mit einer etwas abenteuerlich aussehenden Gondel hinauf auf den Zuckerhut. Hier stockte uns wirklich der Atem wegen der einzigartigen Aussicht, die wir über ganz Rio de Janeiro hatten: Alle Plätze, auf denen wir uns in den Tagen vorher bewegt hatten, lagen vor uns: die Copacabana, die Favelas, Ipanema... Nachdem wir uns ein paar Stunden später vom Anblick losgerissen hatten, setzten wir uns zu unserem letzten gemeinsamen Abendessen zusammen; mit dem guten Gefühl, alles in Rio gesehen und erlebt zu haben, was wir wollten.

Mit diesen Sätzen möchten sich die Blogger der BDKJ-Fahrt zum Weltjugendtag 2013 verabschieden. Für uns waren diese 16 Tage in Brasilien absolut überwältigend und beeindruckend und wir werden diese Zeit wohl noch sehr lange in Erinnerung behalten. Wir hoffen, wir konnten auch Ihnen/euch einen kleinen Einblick in dieses Abenteuer geben. Mehr von uns gibt es dann in drei Jahren vom Weltjugendtag in Krakau

Até logo, "Viva la papa!" und Daumen hoch!

Ann-Kathrin, Hannah (Gast-Bloggerin) und Johannes