Himmelsbeobachter aus Franken hatten am Dienstagabend schlechte Karten, ein Polarlicht am Nachthimmel zu sehen. "Über Franken war es zu bewölkt", erklärt der Betreiber der Sternwarte Feuerstein, Frank Fleischmann. "Ich hab sie trotzdem gesehen. Per Webcam in den Alpen."

Im Frankenwald gab es nur leichte Schleierwolken. Fotograf Martin Amm hat war zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort und hat folgendes Foto der Polarlichter in der Zeit zwischen 23:45 und  0:20 Uhr geschossen: 
 

 


Physiker Fleischmann beschreibt die Erscheinung als pinkfarbene Streifen am Himmel
Es ist ein besonderes "Weltraumwetter", so Fleischmann, das sich am Dienstagabend zwischen 21 und 21.20 ereignet hat. Eine enorm große Menge an Protonen wurde demnach aus dem Magnetfeld der Sonne geschleudert und vom Magnetfeld der Erde angezogen.

Durch das Auftreffen der Teilchen auf die Erdatmosphäre werden unterschiedliche Gase angeregt. Dementsprechend erscheinen verschiedene Lichter am Himmel.

Wie entstehen die Polarlichter über Bayern?
Je mehr Teilchen in einem solchen Sonnensturm auf die Erdatmosphäre treffen, desto weiter entfernt von den Polkappen können die Polarlichter auftreten.

Am Dienstagabend wurde Fleischmann zufolge vor allem Stickstoff angeregt, was zu einer pinkfarbenen Färbung kommt. "Besonders über Nordrhein-Westfalen war die Sicht auf die Polarlichter gut", sagt der Physiker weiter, der natürlich die vielen Bilder und Meinungen von Beobachtern im Internet verfolgt hat.

Auf Twitter zum Beispiel findet man etliche Fotos der Polarlichter vom 17. März 2015. Meteorologe Jörg Kachelmann beschreibt auf Twitter das Spektakel zum Beispiel mit folgenden Worten: "Für Deutschland wars eine der geileren Polarlichtnächte ever, ever, ever."

 

Das Bild in unserem Artikel zeigt Polarlichter in der Nacht zum Mittwoch an einem Waldstück bei Rathsmannsdorf in der Nähe von Passau. Fotograf N. Müller hat die Aufnahme mit einer Langzeitbelichtung festgehalten.
Die Polarlichter am 17. März 2015 über Bayern. Foto: Foto: News5 / N.Mueller