Ein 35-Jähriger aus Schleswig-Holstein war jahrelang als Notfallarzt unterwegs. Das Problem: Amtsmissbrauch! Der Betrüger täuschte vor, Medizin im niedersächsischen Hannover studiert und eine Facharztausbildung zum Chirurgen am Uni-Klinikum in Kiel absolviert zu haben.

Wie die örtliche Polizei berichtet, durchsuchten die Beamten am Dienstag (19. Dezember 2017) das Haus des Verdächtigen und fanden dort einen Computer, der die gefälschte Approbation gespeichert hatte. Ein Sprecher der Polizei bestätigte daraufhin, dass der 35-Jährige gestanden habe.



Jahrelang unentdeckt

Auf Motorsport-Events bezog der Mann stattliches Honorar als Notfallarzt - in Deutschland und Dänemark. Zusätzlich kassierte er mit Hilfe seinem Ausweis des Rettungsdienstes beziehungsweise als "Doktor der Medizin" "verschreibungspflichtige Medikamente" von verschiedenen Apotheken.

Der 35-Jährige ist derzeit auf freiem Fuß: Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Urkundenfälschung, Amtsmissbrauch sowie Verstößen gegen das Arzneimittelgesetz. Die Ermittler waren durch Hinweise aus seinem Umfeld auf den Betrüger gestoßen.