Spielmannszüge, Blaskapellen, Brauereigespanne, Prachtkutschen - in farbenprächtigen traditionellen und historischen Gewändern präsentierten die Teilnehmer vielfältiges Brauchtum. Die Trachtler kamen aus vielen Teilen Deutschlands, aber auch aus Österreich, Italien, Polen, Kroatien, Griechenland, Tschechien, Türkei und der Schweiz. Der Umzug hat eine fast 200-jährige Tradition.

Gerade die Frauen haben es bei diesem gut zweistündigen Umzug schwer: Es dauert oft Stunden, bis sie die historischen Trachten angelegt und die komplizierten Frisuren gerichtet haben. Manche haben auch ganz schön zu tragen: Einige Röcke wiegen bis zu 20 Kilogramm, wie der Bayerische Rundfunk berichtete.

In einer mit Sonnenblumen geschmückten Kutsche fuhren Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) und seine Frau Edith mit. Ude hatte am Samstag zum letzten Mal in seiner 20-jährigen Amtszeit, die im nächsten Jahr zu Ende geht, das Volksfest eröffnet. An der Kutsche von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und seiner Ehefrau Karin steckten weiße und blaue Gladiolen - die bayerischen Landesfarben. Gleich dahinter folgten Gebirgsschützen.

Ude hatte am Samstag um Punkt zwölf das erste Bierfass angezapft und mit dem Ruf "Ozapft is" das größte Volksfest der Welt eröffnet.