Seien wir ehrlich: Ein Auto muss nicht nur gut ausschauen, es muss auch gut klingen. Nicht von ungefähr beschäftigen Autokonzerne Experten, die sich Gedanken machen über den satten Klang eines Auspuffs, der bei Enthusiasten die Gänsehaut auflaufen lässt. Elektroautos dagegen machen so gut wie keine Geräusche, surren vielleicht etwas und haben außerdem noch mit dem Image zu kämpfen, kaum Reichweite zu haben, zu langsam und zu teuer zu sein.

Wer ein Elektroauto kaufen möchte, sieht sich - neben einem im Vergleich zum herkömmlichen Modell - deutlich höheren Preis aber mit viel banaleren Problemen konfrontiert: Wie lange hält der Akku durch? Muss ich mich auf teure Wartungen einstellen? Wo finde ich eine Ladestation und muss das Auto wirklich immer über Nacht an die Steckdose?

Dass die Nutzung eines Elektroautos erst dann selbstverständlich ist, wenn die notwendige Infrastruktur zur Verfügung steht, hat der bisherige Außenseiter Tesla erkannt. Er hat kürzlich nicht nur seine Patente zur Verfügung gestellt, er hat auch angekündigt, die Zahl an Ladestationen in Deutschland zu erhöhen. Dort lassen sich die schicken Autos schnell und für Tesla-Fahrer kostenlos laden. Ein ähnliches Konzept sucht man bisher bei deutschen Herstellern vergebens. Die sind eher damit beschäftigt auf ihre Vergangenheit zu verweisen und argwöhnisch auf die Konkurrenz zu schielen.