Vor zwei Wochen hatte INSA für die SPD noch ein Wählerpotenzial von 30 Prozent errechnet.

Für die Grünen würden nach derzeitigem Stand wohl 15 Prozent der Wähler stimmen - möglich wären 21 Prozent. CDU/CSU könnten laut INSA-Umfrage unter 2125 Bundesbürgern derzeit mit 37 Prozent der Stimmen rechnen, maximal käme die Union auf 41 Prozent. Für die FDP werden wahrscheinlich 5 Prozent der Wähler stimmen - das Potenzial der Liberalen liegt bei 9 Prozent. Die Linke kann derzeit mit 7 Prozent rechen, maximal mit 10.

Die SPD will ihr Wählerpotenzial unter anderem durch bis zu fünf Millionen Hausbesuche ausschöpfen - dabei könnte sie jedoch auf verschlossene Türen stoßen. Denn zwei Drittel der Deutschen wollen einer Umfrage zufolge vor der Bundestagswahl nicht von Werbeleuten der Parteien besucht werden. In einer Emnid-Umfrage für «Focus» mit 1004 repräsentativ ausgewählten Personen gaben 66 Prozent an, ihre Tür nicht zu öffnen, wenn Wahlwerber klingeln. Am größten ist die Ablehnung unter Anhängern der Union mit 69 Prozent. Aber auch 63 Prozent der SPD-Anhänger sehen das so.