• Hoch Tim bringt Sonne: Seit Mittwoch (26.04.2022) schönstes Frühlingswetter
  • Sahara-Staub am Freitag (29.04.2022): Das Wetter-Phänomen kehrt zurück
  • Wochenende und 1. Mai: Das blüht uns die nächsten Tage - kein Frühsommer in Sicht

Schon im März konnten wir das Phänomen des Sahara-Staubs des Öfteren bemerken. Auch jetzt, Ende April, soll es noch nicht vorüber sein. Laut Wetter-Experten geht der Sahara-Staub am Freitag (29. April 2022) in die nächste Runde. Dieser weht Wüstensand aus Afrika zu uns. Seit  Mittwoch (26. April) brachte uns Hoch Tim schönstes Frühlingswetter - und auch am heutigen Freitag (29.04.2022) wird es nochmal sonnig. Aber damit ist laut Deutschem Wetterdienst spätestens morgen Schluss - und es ist auch noch kein Frühsommer in Sicht.

Wetter-Phänomen: Ist der Klimawandel schuld an Sahara-Staub?

Der Klimatologe Dr. Karsten Brandt hat eine Erklärung dafür, dass das Phänomen des Sahara-Staubs im Jahr 2022 so extrem ausfällt. Es liege an der ungewöhnlichen Wetterlage mit Tiefdruckgebieten über dem Mittelmeerraum, die die Luft über das Mittelmeer in die Alpen und auch nach Deutschland transportiere. Diese Tiefs lägen anders als gewöhnlich südlich und saugen den Staub aus der Sahara an.

Auch Diplom-Meteorologe Dominik Jung hat verschiedene Theorien für die Staubbelastung. Eine Möglichkeit sei der Klimawandel. Die Winde kommen demnach nicht mehr nur noch wie früher aus dem Westen (aus Richtung Atlantik), sondern vermehrt auch aus Nordafrika (südlich von Europa), also auch aus der Sahara. Deshalb komme der Staub öfter zu uns. Dem Klimawandel geschuldet sei, dass der Nordpol wärmer wird und somit die Temperaturunterschiede zwischen Nordpol und Äquator abnehmen. Folglich könnten sich die Windsysteme ändern.

Zum anderen könne es nach Jung auch einfach Zufall sein. Das Wetter sei unberechenbar - von Klima spreche man erst, wenn man es über einen langen Zeitraum beobachte, mindestens 30 Jahre beobachte.

Sahara-Staub - Zufall oder neues Phänomen?

Nach dem Experten Brandt spielt der Klimawandel keine Rolle, er schiebt das Phänomen auf die "Laune der Natur". Er hebt dafür das sonnige Frühjahr hervor, für das die Hochs über Skandinavien verantwortlich sind, die trocken kühle Luft zu uns bringen würden.

Der erneut auf uns zukommende Sahara-Staub kann den Himmel nicht nur trüben, sondern uns zudem schöne Sonnenauf- und -untergänge bescheren. Das liegt an einem physikalischen Phänomen, nach dem in Staubpartikeln das Sonnenlicht besonders toll gestreut und gebrochen wird.

An sich sei das Wetter-Phänomen keine Seltenheit, der März 2022 sei trotzdem außergewöhnlich gewesen, Laut Experten tritt Sahara-Staub in Süddeutschland bis etwa zur Mittelgebirgslinie bis zu 55 Mal pro Jahr auf, weiter nördlich eher um die 35 Mal. Diese Ereignisse sind allerdings meistens viel schwächer - was erklärt, wieso wir sie seltener wahrnehmen.

"Verkehrte Wetterwelt": Hoch Tim bringt schönstes Frühlingswetter - aber nicht fürs Wochenende

Mitte dieser Woche brachte das Hoch Tim, das zwischen Island und Skandinavien liegt, schönstes Frühlingswetter in ganz Deutschland mit und sagt dem Regen ein Ende an. Laut Experte Jung ist das eine "verkehrte Wetterwelt", da bei Island normalerweise ein Tief liegen würde. Das sei ein Problem für den Norden und den Nordosten, denn dort blieb seit zwei Wochen der Regen aus. Aber damit ist ab Samstag Schluss.

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Sonne, weißblauer Himmel und zur Erfrischung eine kühle Maß Bier - so ungetrübt wird das Aufstellen der Maibäume am 1. Mai dieses Jahr wohl nicht ablaufen. Statt Bilderbuchwetter erwartet der Deutsche Wetterdienst am Sonntag für Bayern Wolken, gelegentliche Schauer oder gar Gewitter, bei Temperaturen zwischen 15 und 18 Grad. Nur in Unter- und Mittelfranken sei die Schauerneigung geringer, sagte der Meteorologe Guido Wolz. Die Sonne werde wohl nur hin und wieder für kurze Zeit hervorkommen.

Vorbei der weitgehend ungetrübte Sonnenschein der Vortage, der aber auch Tücken hat. Am Freitag sei die UV-Strahlung mit einer Stärke von 6 bis 7 schon recht hoch, warnte Wolz. Die Gefahr eines Sonnenbrandes sei groß, da die Menschen noch nicht so an die Sonne gewöhnt seien. Am Wochenende nimmt die ultraviolette Strahlung, die Sonnenbrand verursachen kann, wegen des bewölkten Himmels dann stark ab. In der Nacht zum Samstag könnte es Wolz zufolge sogar stellenweise noch Bodenfrost geben, etwa im Oberpfälzer- oder im Bayerwald sowie am östlichen Alpenrand. Am Samstag soll sich dann von Westen her Regen über dem Freistaat ausbreiten. Nur im äußersten Osten könnte es trocken bleiben. 

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