Die EU müsse ihre Anstrengungen weiter verstärken, «den Menschen dort zu helfen, wohin sie in ihrer größten Not zuerst geflohen sind - in die Nachbarstaaten Syriens», sagte der CSU-Politiker der Zeitung «Die Welt». Deshalb müsse es ein Zehn-Milliarden-Notprogramm der EU geben. «Wenn wir die Probleme nicht vor Ort lösen, kommen die Probleme zu uns.» Die EU brauche eine «entwicklungspolitische Großoffensive» für die größte Flüchtlingskrise nach dem Zweiten Weltkrieg.

Nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks UNHCR sind vor dem Bürgerkrieg in Syrien allein in den Libanon fast 1,2 Millionen Menschen geflohen. Die tatsächliche Zahl dürfte noch höher liegen. Die UNHCR-Statistik erfasst nur Menschen, die sich bei dem Hilfswerk registriert haben.