Krokodil in der Unstrut gesichtet: Die Suche nach einem Krokodil in der Unstrut in Thüringen läuft weiter. Nachdem eine Suchaktion der Polizei und Feuerwehr ohne Erfolg eingestellt wurde, soll nun ein totes Huhn das Reptil anlocken.

Auf diese Weise soll das Krokodil vor eine Wildkamera gelockt werden, teilte der Kyffhäuserkreis am Mittwoch (09.09.2020) mit. Die Fotofalle sei nach Rücksprache mit Fachleuten direkt an der Unstrut aufgebaut worden. Zuvor hatte die Bild berichtet. Kotproben, die Anfang der Woche gefunden worden waren, stammten einer Analyse nach aber nicht von einem Krokodil, so der Sprecher des Landratsamtes in Sondershausen. Allerdings sollen weitere Spuren überprüft werden, die möglicherweise von dem Reptil stammen könnten.

Krokodil in Thüringen gesichtet: Huhn soll Reptil in die Falle locken

Nach einem langen Sonntag haben Polizei und Feuerwehr die Suche nach einem Krokodil in Thüringen vorerst erfolglos eingestellt. "Man hat keinerlei Feststellungen in irgendeiner Weise machen können", sagte Polizeisprecherin Fränze Töpfer am Montagmorgen (07.09.2020). Nach zehn Stunden erfolgloser Suche habe man die Fahndung darum am Sonntagabend abgebrochen. Gegen Mittag und am Abend hatten Anrufer bei der Polizei angegeben, das Krokodil gesehen zu haben.

Schon Ende August hatten Angler in Sachsen-Anhalt gemeldet, den Exoten in der Unstrut gesichtet zu haben. Die großangelegte Suche nach dem Krokodil im Burgenlandkreis wurde dann aber am vergangenen Donnerstag eingestellt. Die Behörden in Sachsen-Anhalt reagierten auf die erneute Sichtung des nach Zeugen-Beschreibungen etwa zwei Meter großen Krokodils. "Das ist sehr glaubhaft und ich gehe davon aus, dass das Krokodil tatsächlich dort ist", sagte der Landrat des Burgenlandkreises, Götz Ulrich (CDU), der Deutschen Presse-Agentur. "Feuerwehrleute beobachten auch auf unserer Seite den Wasserlauf".

Ulrich verlängerte das nach der ersten Sichtung verhängte Badeverbot an der Unstrut in seinem Landkreis und verbot am Sonntag darüber hinaus, zwischen der Grenze zu Thüringen und der Unstrut-Schleuse in Laucha zu angeln oder den Fluss mit Wasserfahrzeugen zu befahren. Weiter als bis dahin könne das Tier seit der Sichtung nicht gekommen sein. Die Verbote sollen ab Montag für die gesamte Unstrut gelten. Anwohner, Radfahrer und Fußgänger rief Ulrich auf, ufernahe Gebiete zu meiden und sich bei Hinweisen auf den Aufenthaltsort des Krokodils bei der Polizei zu melden.

Zwei Meter langes Krokodil in Fluss entdeckt: Aufwändige Suche nach exotischem Tier

Ein Anrufer hatte nun am Sonntag der Polizei in Thüringen aufgeregt berichtet, ein Krokodil am Ufer der Unstrut bei Schönewerda (Kyffhäuserkreis) gesehen zu haben - das Tier habe sogar Pferde aufgescheucht. Das war der Auftakt zu einer umfangreichen Suchaktion: Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr durchkämmten zusammen mit dem Kreisbrandinspektor und einem Vertreter der örtlichen Naturschutzbehörde die Region nach dem Tier.

Um das Gebiet einzugrenzen, wurden die Schleusen Ritteburg und Wendelstein geschlossen, Radwege wurden mit Autos abgesperrt, die Polizei gab eine Warnmeldung per App raus. Ein Polizeihubschrauber und eine Drohne der Feuerwehr hielten sogar aus der Luft Ausschau nach dem Krokodil.

Die Suche gestaltete sich zunächst schwierig: Weil die Fahrt in einem Schlauchboot zu gefährlich gewesen wäre, konnten Einsatzkräfte den Fluss vorerst nur aus der Entfernung absuchen. Als man aber schließlich in einem stabileren Boot und per Wärmebildkamera immer noch keine Anzeichen des Krokodils ausmachen konnte, verdichteten sich laut Polizeisprecherin Töpfer die Zweifel.

Weil ein weiterer Anrufer gegen 18.00 Uhr aber beteuerte, das Tier ebenfalls gesehen zu haben, setzte man die Suche bis in den Abend hinein fort. Schließlich aber gab man auf: Gegen 21.00 Uhr wurde die Suche eingestellt.