Die Kirchen in Deutschland rufen in der am Mittwoch (2. März) beginnenden Passionszeit zum Klimafasten auf. Im Mittelpunkt der Aktion steht in diesem Jahr das Thema Ernährung.

«Klimagerechtigkeit beginnt bei uns zu Hause. Dafür ist es wichtig, dass wir uns bewusster ernähren und weniger Lebensmittel wegwerfen», sagte Dagmar Pruin, Präsidentin von Brot für die Welt.

Pirmin Spiegel, Hauptgeschäftsführer von Misereor, sagte: «Anders leben und wirtschaften ist notwendig, um den Klimawandel einzudämmen.» Neben den beiden Hilfswerken, die Projekte gegen Hunger und Armut weltweit unterstützen, beteiligen sich 17 evangelische Landeskirchen und katholische Bistümer an der Aktion.

Wöchentlich ein neuer Schwerpunkt

Bis Ostersonntag (17. April) steht jede Woche unter einem Thema. «Verschwendung» lautet dies zum Auftakt, «Wandel gestalten» in der siebten und letzten Woche. Auf der Internetseite www.klimafasten.de gibt es Material, Tipps und Veranstaltungshinweise, wie man sich analog oder digital beteiligen kann. Es ist die achte Ausgabe der Aktion - «leider diesmal schlimm überschattet vom Krieg», sagte eine Sprecherin.

Nach Angaben von Hannovers Landesbischof Ralf Meister beteiligen sich jedes Jahr mehr Menschen. «Die Passionszeit steht für ein individuelles und kollektives Innehalten und Bewusstmachen», sagte der Theologe. Mit dem Klimafasten gelinge es, diesen besonderen Zeitraum vor Ostern mit dem Einsatz gegen den Klimawandel zu verbinden, dem Megathema der Gegenwart und Zukunft.

Susanne Fleischmann, bei der der Bremischen Evangelischen Kirche zuständig für den Klimaschutz, sagte: «Es geht nicht um Verzicht, sondern darum, selbst zu erleben, wie wohltuend und entlastend ein einfacher Lebensstil sein kann.»