• Experten haben mit Bundestags-Abgeordneten über die Corona-Pandemie gesprochen
  • Die Forscher gehen von einem Rückgang der Inzidenz aus
  • Eine Wissenschaftlerin geht davon aus, dass die bundesweite Inzidenz schon in den nächsten Wochen unter 50 fallen könnte

Am Donnerstag (29. April 2021) haben mehrere Experten mit Abgeordneten über die aktuelle Corona-Lage gesprochen. Die bundesweite Inzidenz liegt derzeit bei 155 (Stand: 30. April 2021). Den Einschätzungen der Wissenschaftler nach wird dieser Wert aber wohl kaum noch ansteigen - ganz im Gegenteil. Es sei mit einem starken Rückgang der Fallzahlen zu rechnen.

Corona-Experten: Inzidenz wird zurückgehen

Vier Corona-Experten erläuterten dem Bundestag, wie es wohl in der Corona-Pandemie weitergehen wird. Die Forscher waren sich überwiegend einig: Die Zeit der Höchstwerte sei wohl vorbei und man könne mit einer rückläufigen Inzidenz rechnen. Wie schnell die Infektionszahlen sinken werden, bleibt jedoch offen. 

Der Mobilitätsforscher Kai Nagel von der TU Berlin geht von einem langsamen Rückgang aus: "Ich rechne nicht mehr mit einer Zunahme, aber auch nicht mit einer schnellen Abnahme."

Deutlich positiver sieht es die Physikerin Viola Priesemann vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation. Inzidenzen von deutlich unter 50 wie im vergangenen Sommer seien wahrscheinlich in den nächsten Wochen zu erreichen.

Impfungen beschleunigen Rückgang der Infektionen

Grund für das baldige Sinken der Zahlen sei vor allem der Impffortschritt. Eva Grill, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie, riet den Abgeordneten zu mobilen Impfteams für sozial schwache Stadt- oder Ortsteile. Man müsse den diesen Service zu den Menschen tragen, um sie zu erreichen. 

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Generell sei es auch gut, dort immer wieder Masken zu verteilen und das Tragen zur Gewohnheit werden zu lassen. 

Corona-Maßnahmen: Wie wird es weitergehen?

Epidemiologe Gérard Krause vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung sieht im Verbot von Großveranstaltungen den größten Einzeleffekt von Schutzmaßnahmen abseits der Impfungen. Alles andere habe im Vergleich nur eine rund halb so große Schutzwirkung. 

Doch mit einem klaren Konzept seien auch schon jetzt kleinere Veranstaltungen draußen möglich, ebenso wie in großen Sälen mit hohen Decken und wenig Teilnehmern. Gegen Außengastronomie mit Hygienekonzept würde ebenfalls nichts sprechen. Bei der Innengastronomie sieht der Epidemiologe ein zu hohes Ansteckungsrisiko.

aa/dpa

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