Je näher das Wochenende rückt, desto heißer wird es. Schuld daran ist Hoch "Detlef" - welches laut Deutschen Wetterdienst (DWD) eine Hitzewelle nach Deutschland und auch Franken treibt.

Auf bis zu 37 Grad könnten die Temperaturen am Samstag steigen - und den 8. August damit zu heißesten Tag im Jahr 2020 machen. Merklich kühler soll es die folgenden Tage jedoch nicht werden: Bis zum kommenden Mittwoch, eventuell auch darüber hinaus, bleiben die Temperaturen oberhalb der 30 Grad-Grenze. 

Hoch Detlef: Hitzewelle mit konstanten Temperaturen über 30 Grad

"Bis mindestens Mittwoch ist es sonnig und sehr heiß", prognostiziert auch der fränkische Wetterexperte Stefan Ochs. "Völlig ausschließen kann man vereinzelte Hitzegewitter nicht, aber sehr wahrscheinlich bleibt es allgemein trocken."

Anstrengend können auch die Nächte werden: Zu Beginn der nächsten Woche sinken die Temperaturen auch auf dem Land nicht mehr unter 15 und in der Stadt kaum mehr unter 20 Grad. Für Frankfurt am Main rechnen die Meteorologen von Samstag bis zum folgenden Freitag mit sechs Tropennächten in Folge, in denen die Temperaturen nicht unter 20 Grad sinken. "Das wird eine extreme Belastung", warnte der DWD-Sprecher. Auch Franken dürfte betroffen sein.

Die ungewöhnlich lange Hitzewelle sei zudem durch Trockenheit geprägt - mit massiven Folgen für die Natur. "Die extreme Dürre in der Mitte Deutschlands droht sich zu verschlimmern, die Waldbrandgefahr steigt noch weiter." Außer einigen Hitzegewittern sei nicht mit Niederschlägen zu rechnen. Das heiße Wetter macht übrigens auch den Wäldern zu schaffen. Ein fränkischer Forscher warnt eindringlich vor den Folgen des Klimawandels - das Waldsterben fange gerade erst an.

Warum ist Hoch Detlef besonders?

Wie das Portal wetter.de berichtet, bringt Hoch Detlef die heißen Temperaturen auch nach Norddeutschland. Das war auf einer konstanten Basis in diesem Jahr bisher noch nicht der Fall. Offizielle Sommertage (ab 25 Grad) wurden in vereinzelten Küstenregion im Jahr 2020 bislang sogar noch gar nicht erreicht.

Zudem ist Detlef das erste Hoch dieses Jahr, das länger anhält. Es sind nicht nur vereinzelte Tage, sondern diesmal tatsächlich eine länger andauernde Hitzewelle.

Und noch ein Grund macht Hoch Detlef besonders: Während die diesjährigen Hitzetage meist von Gewittern gefolgt waren, verhält es sich nun äußerst ruhig. Erst am Sonntag und Montag kann es im Westen und Südwesten Deutschlands vereinzelt zu Gewittern kommen - ansonsten dürfen sich die Menschen auf 11 bis 14 Sonnenstunden täglich freuen.

Letzte Hitzephase im Jahr - droht der Frühherbst?

Wann die aktuelle Hitzephase endet, ist noch unklar. Sicher ist jedoch: Sie wird enden - wahrscheinlich Ende kommender Woche. Die Freude über die Abkühlung könnte dann schnell in Frust umschlagen: Denn es gibt Hinweise darauf, dass sich der Sommer dann schon dem Ende zuneigt. 

Björn Alexander, Wetterexperte bei ntv, geht davon aus, dass ab Mitte August die Temperaturen dauerhaft sinken. Nach der aktuellen Hitzephase "dürfte sich vor allem der Norden schon mal Richtung Frühherbst orientieren".