Anfang des Jahres traf es die Produkte von Nestlé - jetzt sind Mars, Red Bull und Heineken dran. Was hinter dem Rauswurf der Marken steckt und worin der Unterschied zur Aktion aus dem Februar diesen Jahres gegen Nestlé liegt,über den zahlreiche Medien berichten, erfahren Sie hier.

Boykott gerade zur Weihnachtszeit

Wer Süßigkeiten der Marke Mars zum Naschen unterm Weihnachtsbaum kaufen möchte, guckt bei der Supermarktkette Edeka aktuell in die Röhre. Denn neben den Produkten der Hersteller Red Bull und Heineken, hat sich Edeka dazu entschieden die Produkte der genannten Marken vorübergehend zu boykottieren - das berichtet der "Merkur" und "Chip.de" mit Verweis auf die "Lebensmitte Zeitung". Ähnliches konnten die Kunden des Supermarkts bereits im Februar diesen Jahres sehen, als Edeka Produkte der Marke Nestlé aus den Regalen nahm.

Betroffen sind beliebte Produkte

Waren beim Nestlé-Boykott überwiegend kleinere Marken des Konzerns betroffen, zielt Edeka beim aktuellen Vorgehen auch auf umsatzstarke Produkte der Marken ab. Bei Mars soll es sich um insgesamt 56 Artikel handeln, die seitens Edeka vorerst nicht mehr verkauft werden. Darunter befinden sich Klassiker wie "M&Ms", "Amicelli" oder "Snickers", auch die Tierfutter von "Pedigree" ist betroffen. Bei Red Bull trifft es derweil 21 Produkte, im Falle von Heineken fehlen 14 Produkte in den Regalen.

Preiskampf als Verbannungsgrund

Das Motiv hinter der Boykott-Aktion von Edeka: Preiskampf. Wie schon bei der ähnlichen Aktion gegen Nestlé zielt die Supermarktkette darauf ab, durch den zeitweiligen Bestellstopp bessere Lieferbedingungen, genauer gesagt bessere Einkaufspreise zu erreichen. Dass die Strategie, bestimmte Marken vorübergehend aus dem Sortiment zu nehmen funktioniert, hat der Nestlé-Boykott gezeigt. Zu Gute kommt Edeka in diesem Fall, dass die Kette durch seine Stellung als größter Lebensmitteleinzelhändler in Deutschland und Teil des europäischen Einkaufsbündnisses AgeCore Druck auf die Hersteller-Konzerne ausüben kann. Wie die WirtschaftsWoche berichtet, geht Edeka auch wegen Wachstumsproblemen in den Preiskampf mit den Konzernen.