Vermutlich für Fotos hat eine Hochzeitsgesellschaft die A3 bei Düsseldorf blockiert. Das berichtet die Polizei. Eine Zivilstreife hatte die außergewöhnliche Beobachtung am Freitag gemacht.

Die Streife sah, wie zwei Porsche und ein Audi R8 mit Warnblinklicht auf allen Fahrstreifen hin und her pendelten. Sie bremsten den Verkehr hinter sich aus und stoppten. Mit ihren Luxusautos errichteten sie eine Art Sperre. Die Fahrzeuge dahinter mussten warten. Dann fuhr ein Ford Mustang auf den Seitenstreifen an der Sperre vorbei.

Polizei geht von Unfall auf Autobahn aus

Die Polizisten gingen davon aus, dass sich ein Unfall ereignet haben muss. Mit eingeschaltetem Blaulicht fuhren sie zur vermeintlichen "Unfallstelle". Dort trauten die Polizisten ihren Augen nicht.

Der Fahrer des Ford Mustang ließ die Reifen qualmen. Der Fahrer wollte offenbar über die gesperrte Fahrbahn "Donuts" driften. In dem Cabrio stand eine Person und machte Fotos. Aus den abgestellten Fahrzeugen stiegen die Insassen aus, um ebenfalls Fotos vom Mustang zu machen.

Fahrer: "Kennt guten Anwalt"

Als die Hochzeitsgesellschaft die Polizei sah, fuhren die Mitglieder los. Zwei der Luxusautos wurden am Autobahnkreuz Ratingen-Ost gestoppt und kontrolliert. Einer der Fahrer sagte, er brauche sich keine Sorgen zu machen, er kenne einen guten Anwalt.

Alle Fahrer und Beifahrer stritten ab, etwas falsch gemacht zu haben oder sie behaupteten, bereits mit ihren Anwälten telefoniert zu haben. Ein Beifahrer aus dem Ford Mustang gab an, dass er lediglich der Hochzeitsfotograf sei.

Ende Februar gab es bereits einen außergewöhnlichen Vorfall auf der A3 in Franken: Schüsse auf A3: Hochzeitskorso blockiert die Autobahn - Durchsuchungen bei mehreren Tatverdächtigen