Cyberattacke bei der Bundespolizei? Die deutsche Bundespolizei hat Strafanzeige gegen Unbekannt wegen des Cyberangriffs auf das Regierungsnetz gestellt.


Um was geht es?

Es geht um die Cyberattacke auf den Informationsverbund Berlin-Bonn (IVBB), welche Ende Februar 2018 medial bekannt wurde. Die Attacke gelang wohl, da das IT-System der Hochschule des Bundes (HS Bund) in Brühl (Nordrhein-Westfalen) mit schädlicher Software infiziert wurde. Über diese Schnittstelle konnten die Hacker in das Regierungsnetz eindringen. Gegenüber der "Welt" bestätigte ein Polizeisprecher, dass die Bundespolizei wegen des Verdachts einer möglichen Straftat Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt habe.

Nach Informationen des Medienportals geht die Bundespolizei davon aus, dass bei dem Angriff rund 3000 Zugangsdaten von Bundespolizisten abgegriffen worden seien. Mittlerweile wurde die Lernplattform offline genommen und das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen ermittelt nun im Auftrag der Staatsanwaltschaft Köln.

Bereits Ende 2017 hatten die deutschen Sicherheitsbehörden den Hinweis erhalten, dass ein Cyberangriff stattfinden könnte. Es wird vermutet, dass die Hackergruppen "Snake" oder "Epic Turla" hinter dem Angriff stecken könnten. Sie werden wohl dem russischen Geheimdienst zugeordnet.

Die Generalbundesanwaltschaft hat den Fall übernommen und führt die Ermittlungen in alle Richtungen.