Brrr, ist das kalt! Zwar sind die Temperaturen oft gar nicht mehr so wahnsinnig niedrig wie noch vor ein paar Wochen. Trotzdem zittern die Leute vor sich hin, wenn sie nach draußen gehen.
In vielen Orten in Deutschland bibberten die Menschen am Wochenende. Die Temperatur erschien ihnen viel niedriger, als das Thermometer anzeigte. So richtig lange wollte deshalb am Wochenende kaum einer draußen bleiben.

Wetterexperten sagen deshalb manchmal auch zwei Temperaturen an: Sie erzählen, wie kalt es an einem bestimmten Tag in einer Gegend werden kann. Und dann sagen sie noch so etwas wie "Die gefühlte Temperatur ist sogar noch niedriger".


Gefühlte Temperatur bei Wind oft niedriger

Den Unterschied zwischen der gemessenen Temperatur und der gefühlten Temperatur nennen Experten Windchill-Effekt (gesprochen: windschill). Und sie wissen auch, warum es diesen Effekt gibt. Es liegt am Wind!

Denn: Wenn die Luft kälter ist als die Temperatur unserer Haut, gibt der Körper Wärme an die Umgebung ab. Pustet der Wind über unsere Haut, trägt er die Wärme unseres Körpers besonders schnell weg. Die Haut kühlt also immer mehr ab. Je mehr Wind da ist, desto schneller. Auch Klamotten helfen manchmal nicht viel. Die Beine zum Beispiel können auch unter einer Jeans kalt werden.


Menschen empfinden Temperaturen unterschiedlich

Gut sind deswegen dicke Kleidung oder mehrere Lagen wie eine Strumpfhose und darüber eine Jeans. "Dann kann mehr Wärme nah am Körper bleiben."
Außerdem empfinden verschiedene Menschen dieselbe Temperatur unterschiedlich.

Während der eine tierisch friert, findet es eine andere Person vielleicht gar nicht so kalt. Das kann daran liegen, dass der eine weniger an Kälte gewöhnt ist als der andere. Wer zum Beispiel in einem Land lebt, wo es im Sommer um die 30 Grad warm ist - der packt sich vielleicht schon bei 10 Grad in eine dicke Jacke. Jemand anderes ist solche Temperaturen eher gewöhnt und zieht erst bei Null Grad warme Wintersachen an.

Man sollte die eisigen Temperaturen und den Wind derzeit nicht unterschätzen. Nicht nur die Winter-Spaziergänger sollten sich warm anziehen - Feuchtigkeit, Wind und Minusgrade können für den Körper sehr gefährlich werden. Das Risiko für Unterkühlung und Erfrierung steigt.