Nur die Linke stimmte geschlossen dagegen. Der stellvertretende verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Wolfgang Hellmich, sagte, die UN-Mission in Mali sei weiter notwendig, um die humanitäre Lage im Land zu verbessern und um die Sahel-Region zu stabilisieren. Die beiden Transall-Flugzeuge vom Typ C-160, die bislang für den Truppentransport nach Mali genutzt wurden, kehren allerdings auf Wunsch der Vereinten Nationen vorerst nach Deutschland zurück.

Vize-UN-Generalsekretär Jan Eliasson begründete dies damit, dass man künftig vor allem entlegene Regionen in Mali erreichen müsse. «Die C-160 ist dafür nicht so gut geeignet, zumal das Flugzeug Probleme mit extremer Hitze bekommen könnte», sagte Eliasson der Deutschen Presse-Agentur in New York.

Neben der Mali-Mission verlängerte der Bundestag auch den Bundeswehr-Einsatz vor der libanesischen Küste. Die deutschen Soldaten sollen dort den Schmuggel von Waffen an die radikal-islamische Hisbollah unterbinden. Angesichts der Lage in Syrien und im Irak hätten Staaten wie der Libanon eine wichtige stabilisierende Funktion, sagte der CDU-Außenexperte Johann Wadephul. «Gerade in dieser Situation dürfen wir uns dort nicht zurückziehen.»