Die Gesellschaft sei nicht zu heterosexuell. «Sie ist im Erschrecken vor Modernisierung verspießert», sagte die Kommunikationswissenschaftlerin und Buchautorin der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung».

Es gehe nicht darum, ob die Homosexuellen die Ehe haben wollten. «Es geht darum, ob sie die Ehe haben können, wenn sie das wollen.» Wenn Männer von ihren Frauen ein monogames Leben verlangten, damit sie ihrer Vaterschaft sicher sein könnten, seien das Machtfragen. «Mit dem Sinn der Ehe hat das nichts zu tun. Wir haben ja früher vom Hafen der Ehe gesprochen. Heute ist sie eher ein temporärer Umschlagplatz für Liebes- und Erotikgüter. Irgendwann legt der Kahn ab und fährt woanders hin.»