Das gab Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) während einer USA-Reise bekannt. Wann und in welchem Umfang der Umzug der Soldaten nach Schleswig-Holstein realisiert wird, sei bislang unbekannt, sagte der Pressesprecher des Flugabwehrraketengeschwaders 1 in Husum, Bernd Berns, am Donnerstag.

Mit Fort Bliss, dem Ausbildungszentrum der Luftwaffe in der texanischen Grenzstadt El Paso, wird ein Traditionsstandort in den USA geschlossen. Dort kümmern sich derzeit 170 Soldaten um die Schulung von Spezialisten an den Luftabwehrraketen vom Typ «Patriot». Das Flugabwehrsystem soll Teil des geplanten Nato-Raketenschilds in Europa werden.

Nach Abschluss der bereits im Herbst bekanntgegebenen Umstrukturierungsmaßnahmen wird es in der Garnisonsstadt Husum laut Berns rund 2320 Dienstposten geben. Dazu gehören neben einer erst im März 2011 in Dienst gestellten Flugabwehrgruppe, die mit dem Waffensystem MANTIS ausgerüstet ist, und den bislang in El Paso stationierten Soldaten auch Teile des aufgelösten Flugabwehrraketengeschwader 2 «Mecklenburg-Vorpommern».

Die bislang in Standorten Sanitz beziehungsweise Prangendorf stationierten Soldaten sollen ebenfalls nach Husum verlegt werden, «so dass wir hier drei Flugabwehrraketengruppen haben» sagte Berns. Testschüsse sollen weiterhin auf der Mittelmeerinsel Kreta stattfinden, sagte Berns. Zurzeit sind demnach in der 22 000-Einwohner-Stadt Husum knapp über 1000 Soldaten stationiert.