Die Pressestelle der Polizei hatte am 1. Januar friedliche Feiern und eine entspannte Einsatzlage vermeldet. Als diese Pressemitteilung am Neujahrsmorgen entstand, seien der Leitstelle erst drei Sexualdelikte bekanntgewesen, sagte Martina Kaiser als Zeugin vor dem Untersuchungsausschuss des NRW-Landtags.

Nachdem im Laufe des Neujahrstages eine größere Zahl von Straftaten bekannt wurde, habe man auf eine Korrektur der ursprünglichen Mitteilung verzichtet, weil der Sachstand noch zu unklar gewesen sei. Erst einen Tag später informierte die Polizei über die Übergriffe.

In der Silvesternacht war es in Köln massenweise zu Straftaten gekommen. Entsetzen hatten vor allem die sexuellen Übergriffe auf Frauen ausgelöst.