Zwei Jahre nach dem Tod einer Siebenjährigen in einer Hüpfburg hat ein Gericht im britischen Chelmsford ein Schausteller-Ehepaar zu mehrjährigen Gefängnisstrafen verurteilt. Sie wurden am Freitag der fahrlässigen Tötung schuldig gesprochen, wie die Nachrichtenagentur PA berichtete.

Im März 2016 war in Harlow in der Grafschaft Essex die kleine Summer in einem Unwetter gestorben, als sich eine Hüpfburg aus der Verankerung löste und 300 Meter weit "wie ein Wagenrad" einen Hügel hinunterstürzte.


Das Paar habe "ein kolossales Risiko für das Leben der Kinder" in Kauf genommen, als sie bei Sturm zwar eine Riesenrutsche schlossen, aber die Kinder weiter auf der Hüpfburg spielen ließen, betonte der Richter. "Dieses Risiko kostete Summer das Leben."

Der 29 Jahre alte Angeklagte und seine 26 Jahre alte Ehefrau wurden jeweils zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Das Gericht ermahnte die Aufsichtsbehörden zugleich, die nötigen Schritte einzuleiten, bei Kirmesattraktionen künftig Messgeräte für Windstärke vorzuschreiben.

Dinostarke Hüpfburg