Mit Hilfe moderner Technik rekonstruierte das Amsterdamer Rijksmuseum die fehlenden Stücke und präsentierte am Mittwoch das Gemälde in seinem originalen Format. Drei Monate lang sollen nun die rekonstrurierten Teile hängen bleiben.

Rembrandt hatte das Gemälde von der Amsterdamer Schützengilde 1642 fertiggestellt. 1715 zog das mehr als 20 Quadratmeter große Gemälde in ein anderes Gebäude um. Und weil es nicht an den vorgesehenen Platz passt, wurden an allen Seiten Stücke abgeschnitten. An der linken Seite waren drei Figuren weggefallen.

Das Gemälde habe «viel mehr Dynamik und Bewegung», sagte der Direktor des Rijksmuseums, Taco Dibbits. «Es ist fantastisch, nun mit eigenen Augen zu sehen, wie Rembrandt die "Nachtwache" gemeint hatte.»

Vor mehr als zwei Jahren startete das Museum die bisher größte Untersuchung der «Nachtwache» des holländischen Meisters Rembrandt van Rijn (1606-1669). Auf der Grundlage der Ergebnisse muss eine umfassende Restaurierung folgen.

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