Trotz Michael Wendlers Freundin Laura Müller und der früheren Marzahn-Cindy Ilka Bessin: Die RTL-Tanzshow «Let's Dance» hat mit ihrer «Kennenlernshow» 2020 im Vergleich zum Vorjahr ein paar Hunderttausend Zuschauer eingebüßt.

Im Schnitt sahen 4,57 Millionen den Auftakt der inzwischen 13. Staffel des Promi-Tanzwettbewerbs (2019 noch 4,8 Millionen). Das entsprach einem Marktanteil von 16,3 Prozent ab 20.15 Uhr.

Zur besten Sendezeit am Freitagabend lief nur eine andere Sendung im deutschen Fernsehen besser: die traditionelle Fastnachtssitzung «Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht» im ZDF mit fünfeinhalb Millionen Zuschauern.

14 Kandidaten sind bei «Let's Dance» dabei. Auch wenn sie tänzerisch nicht zu den besten zählt, eroberte Komikerin und Autorin Ilka Bessin, die einst mit ihrer Kunstfigur «Cindy aus Marzahn» bekannt wurde, schon bei der Kennenlernshow die Herzen der Zuschauer. Nach ihrem Tango sorgte sie am Freitagabend bei der Jury-Beurteilung für einen Lacher nach dem anderen. Juror Joachim Llambi äußerte sich gewohnt kritisch: «Als sie ihren Kopf auf die Schulter des Tänzers gelegt hat, dachte ich, dass sie neue Kraft für die letzten 20 Sekunden schöpfen muss.» Bessin konterte: «Das macht man beim Tango so. Ich weiß, Sie haben sich in letzter Zeit nicht mit Tanzen beschäftigt.» Die Versöhnung der beiden folgte aber prompt.

Auch Ex-Fußballnationalspielerin und Ex-Bundestrainerin Steffi Jones (47) bekam Kritik. «Das war ein bisschen holprig. Das muss noch filigraner werden», sagte Juror Llambi. «Es ist schwer, sich umzustellen, wenn man so lange Fußball gespielt hat. Aber Sie müssen hier geschmeidiger werden.» Auch Juror Jorge González war nicht überzeugt von Jones' Wiener Walzer: «Du musst das Selbstvertrauen hier noch gewinnen.»

Jones konnte ihrem Bühnenauftritt dennoch Gutes abgewinnen: «Es hat wahnsinnig Spaß gemacht in den letzten vier Tagen. Von daher kann man nur zufrieden sein», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Die Kritik nahm sie allerdings an: «Da kann man sich nur vornehmen, dass man nächste Woche bei einem anderen Tanz besser performt.»

Die nächste Show findet am kommenden Freitagabend statt. Dann wird der erste Teilnehmer die Sendung verlassen müssen.

Für Kandidatin Laura Müller (19) saß ihr Freund, Schlagerstar Michael Wendler (47), im Publikum. «Für Laura war es ein Bedürfnis, dass ich hier bin, um ihr Halt zu geben. Was das hier für meine Freundin alles hätte zerstören können, wenn das negativ ausgegangen wäre, das weiß ich nicht.» Müller sagte der dpa: «Ich habe vorher noch nie live im Fernsehen performt. Die Nervosität war bei 500 Prozent.»

Der Medienrummel der vergangenen Wochen um seine Freundin Laura Müller hat der 19-Jährigen laut Michael Wendler enorm zugesetzt. «Sie hatte wahnsinnige Angst, dass sie ausgebuht wird. Das kann man sich gar nicht vorstellen», sagte er.

Die Sorge war für das Paar allerdings unbegründet: Müller wurde mit Applaus empfangen und erhielt für ihren Salsa-Tanz gute Bewertungen der Jury. «Der Auftritt war der Hammer», sagte Wendler. Er und Müller sind in den vergangenen Wochen vor allem in sozialen Medien mit Spott überzogen worden.

Besonders hervor tat sich dabei der Comedian Oliver Pocher (42). Wendler bezeichnete dessen Spitzen als «Kindergarten»-Aktion, ließ aber auch eine Warnung folgen: «Ich bin ein Typ, der dann irgendwann auch sagt: «Jetzt reicht's!» Es gibt Momente, wenn meine Familie oder meine Freundin hereingezogen wird, dann suche ich auch eine Konfrontation. Ich gucke mir das jetzt noch ein Weilchen an, aber er hat sich ganz schön eingeschossen.»