Die Schauspielerin Lilith Stangenberg ist mit dem Ulrich-Wildgruber-Preis ausgezeichnet worden. Die 31-Jährige erhielt die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung am Sonntag beim Neujahrsempfang im Hamburger St. Pauli Theater.

«Lilith Stangenberg ist eine Extrem-Schauspielerin im besten Sinne. Was sie auszeichnet ist nicht nur ihre faszinierende Wandlungsfähigkeit, mit der sie in ihre Rollen regelrecht hineinkriecht, um sie bis in die Haarspitzen zu verkörpern», heißt es in der Begründung der Jury. Egal ob Missbrauchsopfer oder Vamp oder sogar Vampir, sie nehme ihre Figuren immer ganz zu sich.

Stangenberg gehörte von 2012 bis 2017 zum Ensemble der Volksbühne Berlin am Rosa-Luxemburg-Platz. 2010 wurde sie von der Fachzeitschrift «Theater heute» zur Nachwuchsschauspielerin des Jahres gekürt. Als Filmschauspielerin wurde sie vor allem in der mehrfach preisgekrönten Hauptrolle in Nicolette Krebitz' Spielfilm «Wild» bekannt, in der sie eine junge Frau spielt, die eine Beziehung zu einem Wolf eingeht.

Die Auszeichnung wird in Erinnerung an den Schauspieler Ulrich Wildgruber (1937-1999) verliehen. Zu den Preisträgern gehörten in den vergangenen Jahren Schauspieler wie Bibiana Beglau, August Diehl, Birgit Minichmayr, Maren Eggert und Alexander Scheer.