Der Countdown läuft: Am frühen Mittwochmorgen wird feststehen, wer als Präsident ins Weiße Haus einzieht: die Demokratin Hillary Clinton oder der Republikaner Donald Trump.

Bis zur endgültigen Entscheidung halten wir Sie rund um die Uhr mit aktuellen News & Infos auf dem Laufenden!


Die USA erstrecken sich über sechs Zeitzonen, deshalb öffnen und schließen die Wahllokale in den östlichen Bundesstaaten viele Stunden früher als an der Westküste.


Ein Überblick über den Wahltag (alle Zeiten in Mitteleuropäischer Zeit MEZ angegeben):


Dienstag, 8. November
06.00 Uhr:
 

- Tradition zum Auftakt des Wahltags: Das Dorf Dixville Notch im Bundesstaat New Hampshire gibt bereits kurz nach Mitternacht ("Eastern Time") das Ergebnis seiner Handvoll Wähler bekannt.

- Die Bürger von Hawaii und Alaska sind die Schlusslichter in der langen Reihe der Staaten. Die Inselbewohner können ihre Stimme von 18 Uhr MEZ bis 5 Uhr morgens abgeben. In Alaska sind die Wahllokale von 17 Uhr MEZ bis 6 Uhr geöffnet. Mit ihrer Schließung im nördlichsten Bundesstaat ist die US-Wahl beendet.

Mittwoch, 9. November
kurz nach 00.00 Uhr:


- Jetzt laufen die ersten Prognosen über den Ausgang der Wahl in einzelnen Staaten über die Fernsehsender.
- Die Wahlurnen in weiten Teilen von Indiana und Kentucky werden versiegelt.

02.00 Uhr:

- Bis zu diesem Zeitpunkt können die Wähler in der Hauptstadt Washington ihr Kreuz machen.

03.00 Uhr:


- Jetzt schließen die Wahllokale in New York, Heimatstadt und -staat Hillary Clintons und Donald Trumps. Außerdem die Staaten mit "Central Time".

- Der Staatengürtel mit "Mountain Time" schließt seine Wahlen ab. Dazu zählt etwa Arizona.

05.00 Uhr:

- Der wichtigste Staat mit "Pacific Time" ist Kalifornien. Wenn die Wahllokale dort um 20.00 Uhr Ortszeit schließen, ist es in Deutschland 05.00 Uhr in der Früh.

Gegen 05.15 Uhr:

- Das war in der Wahlnacht 2012 der Moment, in dem drei US-Fernsehsender Barack Obama zum sicheren Sieger erklärten.

- Donald Trump und Hillary Clinton werden aller Voraussicht nach in New York sein.
Etwa ein Drittel aller Wähler gibt seine Stimme per Briefwahl ab, viele Staaten ermöglichen auch eine persönliche Stimmabgabe vor dem Wahltag.


Die US-Wahlergebnisse der vergangenen zwei Jahrzehnte

Bei den vergangenen fünf Wahlen entschieden sich die US-Bürger dreimal für einen demokratischen und zweimal für einen republikanischen Präsidenten. Die Abstimmungsergebnisse im Überblick:

2012:
Barack Obama wird wiedergewählt. Er kann 332 Wahlmänner auf sich vereinen. Sein Konkurrent, der Republikaner Mitt Romney, kommt nur auf 206. Obama erhält 51,06 Prozent der Stimmen (65 915 795), Romney 47,20 Prozent (60 933 504 Stimmen). Die Wahlbeteiligung liegt bei 54,87 Prozent.

2008: Obama wird als erster Afroamerikaner zum 44. Präsidenten der USA gewählt. Für den früheren Senator von Illinois stimmen 69 498 516 Bürger (52,93 Prozent). Sein Konkurrent John McCain, republikanischer Senator von Arizona, bekommt 59 948 323 Stimmen (45,65 Prozent). Damit gewinnt Obama 365 Wahlmänner, McCain 173. Die Wahlbeteiligung liegt bei 58,23 Prozent.

2004: George W. Bush gewinnt erneut die Wahl. Er liegt sowohl nach dem Stimmenergebnis (62 040 610 oder 50,73 Prozent zu 59 028 444 oder 48,27 Prozent) als auch nach Zahl der Wahlmänner (286:251) deutlich vor seinem demokratischen Herausforderer John Kerry. Die Wahlbeteiligung liegt bei 56,70 Prozent.

2000: Die US-Wähler küren Bush zum 43. Präsidenten. Erst nach mehrwöchigem Streit um das Wahlergebnis in Florida entscheidet der Oberste Gerichtshof zu seinen Gunsten. Bush erhält zwar mit 50 456 002 Stimmen (47,87 Prozent) weniger als sein Kontrahent Al Gore (50 999 897 Stimmen; 48,38 Prozent), dennoch hat er mit 271 zu 266 Wahlmännern die Nase knapp vorn. Die Wahlbeteiligung liegt bei 51,21 Prozent.

1996: Der 42. Präsident der USA, Bill Clinton, wird wiedergewählt. Er bekommt 47 402 357 Stimmen (49,24 Prozent) und gewinnt deutlich gegen den Republikaner Bob Dole (39 198 755 Stimmen, 40,71 Prozent). Clinton vereinigt hinter sich 379 Wahlmänner, Dole kommt auf 159. Die Wahlbeteiligung liegt bei 49,00 Prozent.