Wer kennt nicht solche Aufzugsfahrten: Kurz bevor der Lift sich in Bewegung setzt, stürzen sich noch drei schwitzende Zeitgenossen in die ohnehin schon volle Kabine. Dann hält das blöde Ding noch in jedem Stockwerk, während drinnen einer ein lautstarkes Telefonat führt, das alle unfreiwillig mithören müssen . Die Luft im Lift wird denkbar knapp und die meisten schauen angestrengt auf den Boden oder an die Decke, um ja kein sinnfreies Gespräch anfangen zu müssen. Wie frei ist hingegen derjenige, der Treppen steigt?
Für die meisten hört dabei der Spaß nach vier Stockwerken auf. Nicht so für den Erlanger Christian Riedl und den Polen Piotr Lobodzinski, die es beim Treppenhauslauf in die 61. Etage des Frankfurter Messeturms mal wieder zu Meisterehren gebracht haben. Nicht überliefert ist, wie die flinken Läufer gerade auf diese Sportart gekommen sind. Müssen sie extrem nervigen Kollegen aus dem Wege gehen oder fehlt schlicht das Vertrauen in die Technik? In jedem Fall hat sie bald darauf das Los vieler Sportler ereilt: Dem Triumph folgte der Abstieg auf dem Fuß.