Soll ja keiner sagen, dass früher alles besser war. Zumindest war aber manches einfacher, etwa das Fangen oder Fangerles, wie der Franke sagt. Einer rannte allen hinterher und klatschte sie ab, auf dass sie selbst zum Fänger wurden. Fangerles spielte man überall mit Freunden und wenn nicht grad einer durch die Rosen des Nachbarn stiefelte und sich etwas ganz anderes fing, konnte wenig schiefgehen.
Nun ist Fangerles auf dem Smartphone angekommen und mit dem neuen Pokémon-Spiel auch wieder in der Nachbarschaft. Aus dem Ausland hört man bereits seltsame Geschichten von Spielern, die animierte Minimonster in Krankenhäusern, auf Polizeiwachen oder zwischen Bahngleisen fangen wollen.
Zumindest legt plötzlich manch einer lange Strecken im Freien zurück, der zuvor nur wenig Frischluft abbekommen hat. Freilich wird dabei die Umgebung zum Großteil übers Display wahrgenommen. Aber wenn der Akku mal leer ist, spielt vielleicht sogar der eine oder andere Fangerles auf die alte Weise - ganz ohne Pokémons.