Was ist die Dänische Minderheit?

"Borowski und der brennende Mann" führt die Ermittler mitten hinein in die Dänische Minderheit. Ein Begriff, mit dem vor allem in Süddeutschland viele Menschen nicht sonderlich vertraut sind. Die räumliche und kulturelle Nähe zwischen den Nachbarländern Dänemark und Schleswig-Holstein hat zu einem weltweit einmaligen Integrationsmodell geführt: Nach einem Volksentscheid von 1920 existieren über die Landesgrenzen hinweg Minderheiten des jeweils anderen Landes mit eigenen Staatsrechten.

Die Dänische Minderheit, die in der Gegend von Flensburg angesiedelt ist, umfasst rund 50.000 Mitglieder mit eigenen Schulen, einer eigenen Religion und einem eigenen Wahlrecht. Die "A. P. Møller-Skolen", die Schule in der der erste Mord passiert, existiert tatsächlich. Sie wurde 2008 eröffnet und gehört zu den modernsten Schulen Europas, Unterrichtssprache ist selbstverständlich Dänisch, obwohl sie mitten in Deutschland liegt.

Wer ist Borowskis dänische Kollegin Frau Einigsen?

Die Schauspielerin Lisa Werlinder wurde 1972 in Schweden geboren. Noch während ihrer Schauspielausbildung an der Acting Academy in Luelo in Schweden wurde sie von Ingmar Bergmann entdeckt. Dem deutschen Publikum wurde sie 2005 durch ihre Rolle in Steven Spielbergs "München" bekannt, der für fünf Oscars nominiert wurde. Darüber hinaus spielte sie 2011 in dem deutschen Fernsehfilm "Freilaufende Männer" mit. Werlinder heißt im Film übrigens offiziell "Frau Einigsen", hat also keinen Vornamen.

"Sie passt als Ergänzung gut in das Team aus Borowski, Sarah Brandt und Schladitz. Es hat mir viel Spaß gemacht, sie zu spielen, denn was ihren Charakter ausmacht, ist auch ein Teil von mir. Da konnte ich mal meine unbeschwerte Seite ausleben", so das Urteil der schönen Blondine über ihr "Tatort"-Gastspiel. Ob man sie künftig öfter in Kiel ermitteln sieht?

Darf man mit Epilepsie Auto fahren und bei der Polizei arbeiten?

Ja. Borowskis Kollegin Sarah Brandt leidet an Epilepsie und darf deshalb angeblich nicht Auto fahren. Der Automatismus: "Wer eine Epilepsie hat, darf nie wieder Auto fahren" ist aber laut "Deutscher Gesellschaft für Epileptologie" falsch. Vielmehr lässt sich dieser Sachverhalt nicht so einfach beurteilen. Es kommt darauf an, an welcher Form von Epilepsie die betreffende Person leidet, wie lange sie anfallsfrei ist und welche Medikamente sie nimmt. Auch ist eine Epilepsie kein prinzipielles Ausschlusskriterium für eine Verbeamtung und erst recht nicht für ein Ausscheiden aus dem Polizeidienst. spot-on-news