Polizei macht ihrem Ärger Luft: Die Polizei in Dortmund (Nordrhein-Westfalen) hat ihrem angestauten Ärger über die Gaffer-Problematik rund um die betreuten Autobahnen, Luft gemacht und ein Statement veröffentlicht:



Darin beschweren sich die Beamten darüber, dass sie mittlerweile Einsatzkräfte nur für die Ahndung der Schaulustigen am Unfallort stellen müssen. Das sei das traurige Ergebnis dieses unerträglichen Verhaltens. Der Post wurde am Freitag (23. März 2018) auf Facebook veröffentlicht.

Konkret bezieht sich die Polizei auf zwei schwere Unfälle auf der A1 in den letzten zwei Jahren. Bei einem der beiden Unfälle wurden bis zu 25 Anzeigen an Schaulustige verteilt.

 


Land NRW will Strafen erhöhen

Nordrhein-Westfalen will die Strafen für das Filmen von Todesopfern neu überdenken. Wenn Rettungskräfte behindert oder Unfallopfer gefilmt werden, soll das künftig hart bestraft werden. Ein Gesetzesentwurf wurde bereits durch die Länder Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen im Bundesrat vorgeschlagen. Nun soll er dem Bundestag vorgelegt werden.

Derzeit gilt ein Gesetz, dass Bußgelder zwischen 20 und 1000 Euro vorsieht. Allerdings gilt dies nicht für das Filmen von Unfallopfern.