Im nordhessischen Knüllwald ist es am gestrigen Abend zu einer Explosion in einem Wohnhaus gekommen. Laut Polizei wurde das Gebäude wurde dabei komplett zerstört und stürzte in sich zusammen. Im Wohnhaus waren drei Personen gemeldet. Eine 74-Jährige, die durch die Explosion tödlich verletzt worden war, wurde von den Rettungskräften geborgen. Ihr 87-jähriger Ehemann wurde zunächst vermisst.



Bei den bis in den Abend anhaltenden Bergungsarbeiten, entdeckten die Rettungskräfte eine zweite Leiche. Ob es sich dabei um den 87-Jährigen handelt, war zunächst unklar.Die dritte gemeldete Person befand sich zur Unglückszeit nicht im Gebäude. Ein zwölf Jahre altes Nachbarsmädchen wurde durch Splitter verletzt und in ein Krankenhaus eingeliefert. Es handelt sich jedoch nicht um lebensbedrohliche Verletzungen.


Großangelegter Rettungseinsatz

An den Rettungsarbeiten waren 350 Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Deutschen Roten Kreuzes, des Technischen Hilfswerks, der Rettungshundestaffel und der Bundeswehr beteiligt. In der Nacht hatten Rettungskräfte der Feuerwehr und des THW die Trümmer des Gebäudes auf der Suche nach dem Vermissten Stück für Stück abgetragen. Die Rettungshundestaffel hatte das Haus am Abend bereits zweimal erfolglos abgesucht. Auch Hubschrauber mit Wärmebildkameras flogen über das eingestürzte Haus. Sowohl die Kriminal- als auch die Schutzpolizei waren mit mehreren Beamten vor Ort.. Die Angehörigen der Opfer wurden von Notfallseelsorgern versorgt.


Ursache für Explosion unklar

Schon weit vor dem Haus hatten die Rettungskräfte Splitter und Trümmerteile gefunden. Das Haus war komplett in sich zusammen gefallen, eine Seite des Gebäudes war praktisch durchbrochen. Zunächst hatte die Polizei laut dpa von einer Gasexplosion gesprochen, die zum Einsturz geführt hatte. Die Ursache blieb jedoch weiter unklar. Brandursachenermittler der Kriminalpolizei suchten in der Nacht anhaltend nach dem Grund für die Explosion. Insgesamt wurde der entstandene Sachschaden auf 150.000 bis 200.000 Euro geschätzt.