Schon wieder Kohlenmonoxid-Vergiftungen - diesmal in Bremen. Bei einem Grillabend im Keller eines Wohnhauses in der norddeutschen Stadt sind acht Menschen teils lebensgefährlich verletzt worden, darunter auch drei Kinder.


Bremen: Kohlenmonoxid-Vergiftung, weil sie im Keller grillten


Ein Feuerwehrsprecher bestätigte, dass die Menschen schwere Kohlenmonoxid-Vergiftungen erlitten: "Das ist ein akut lebensbedrohlicher Zustand."

Bewusst sei ihnen das Risiko nicht gewesen. Einer der Betroffenen habe die Behandlung dennoch auch nach Aufklärung durch die Rettungskräfte verweigert.

Die sieben übrigen Betroffenen wurden zur Behandlung in Kliniken in Norddeutschland gebracht, unter anderem in eine Spezialklinik nach Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt.


Alles begann mit einem Krampfanfall

Die Gruppe habe den Rettungsdienst benachrichtigt, nachdem einer der Beteiligten einen Krampfanfall erlitt, teilte die Feuerwehr mit.

CO-Warngeräte, die die Rettungskräfte als Teil der Standardausrüstung mitführten, hätten sofort nach dem Eintreffen Alarm ausgelöst, hieß es. Etwa 60 Rettungskräfte waren an dem Einsatz beteiligt.

Immer wieder kommt zu schlimmen Vorfällen mit Kohlenmonoxid. Erst kürzlich kam eine vierköpfige Familie in Esslingen ums Leben.

Besonders tragisch war auch der Fall von sechs toten Jugendlichen in Arnstein in Unterfranken. Die jungen Menschen starben an Kohlenstoffmonoxid bei einer Party in einer Gartenlaube. Der Vater zweier Opfer wurde im Nachgang wegen fahrlässiger Tötung angeklagt.