Großeinsatz am Ankerzentrum: Bereits seit den Morgenstunden des Freitags (3. August 2018) läuft am Ankerzentrum in Donauwörth (Landkreis Donau-Ries, Schwaben) ein groß angelegter Polizeieinsatz. Ab 7 Uhr führten Ermittler Kontrollen in zwei Gebäuden des Ankerzentrums durch.

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Einsatz im Ankerzentrum: Was steckt dahinter?

Hinter dem groß angelegten Einsatz der Polizei stecken konkrete Hinweise, dass mehrere Beohner der beiden Gemeinschaftsunterkünfte gefährliche Gegenstände in ihren Zimmern aufbewahren, die in Streitsituationen zu Einsatz kommen könnten.

 

 


Einsatz in Donauwörth: Polizei findet zunächst Nichts im Ankerzentrum

Die Suche der Ermittler blieb jedoch zunächst ohne Erfolg. Gegen 10.30 Uhr teilte die "Polizei Schwaben Nord" mit, dass bislang keine Gegenstände gefunden wurden.

 

 


Rund 250 Einsatzkräfte zeigten vor Ort eine hohe Präsenz. Den Angaben der schwäbischen Polizei nach, kam es zu keinen besonderen Vorkommnissen - die Aktion verlief friedlich. Der Polizeieinsatz läuft derzeit noch. Nachdem keinerlei gefährliche Gegenstände gefunden wurden, suchen Ermittler weiterhin danach. Gegenüber der "Augsburger Allgemeinen" sagte eine Polizeisprecherin, dass Bewohner des Ankerzentrums umziehen müssen. Die Polizei leiste Vollzugshilfe.

"Da vier Bewohner zuletzt mit negativem Verhalten auf andere Bewohner und das Personal eingewirkt haben, werden diese aktuell - nach Entscheidung der Regierung von Schwaben - durch uns zu Gemeinschaftsunterkünften im Umkreis gebracht", schrieb die Polizei auf Twitter.

 

Zuletzt nahmen die bayerischen Ankerzentrenihren Betrieb auf. In der damaligen Erstaufnahmeeinrichtung in Donauwörth, die mittlerweile zum Ankerzentrum umfunktioniert wurde, gab es bereits im März 2018 Aufregung: Damals sorgten Proteste rund um eine Abschiebung für Schlagzeilen. 50 Mitbewohner solidarisierten sich mit dem Mann und verhinderten so die Abschiebung durch die Polizei. Dabei kam es zu heftigen Auseinandersetzungen, wobei auch Polizisten angegriffen wurden. red/tu