Zu einem schweren sexuellen Missbrauch eines Kindes ist es am Samstag in Ferdinandshof in Mecklenburg-Vorpommern gekommen: Wie die Polizei mitteilt, soll ein 18-jähriger Mann ein sechsjähriges Mädchen am Nachmittag von einem Spielplatz in der Nähe der Wohnung des Kindes weggelockt und dann missbraucht haben. 

Laut Polizei kannten sich der Mann und das Kind vermutlich vom Sehen. Der Tatverdächtige soll das Mädchen angesprochen und dann mit Blumen vom Spielplatz weggelockt haben. Ein Spielkamerad des Kindes hatte dies beobachtet und dem Vater des Mädchens Bescheid gegeben.

Großangelegte Suche nach Täter und Opfer

Der Vater informierte sofort die Polizei. Es folgte eine großangelegte Suchaktion mit zahlreichen Polizisten und Suchhunden. Jedoch dauerte es etwa eine Stunde, bevor die  Beamten das Mädchen und den Tatverdächtigen fanden. Der Tatverdächtige wurde der Haftrichterin vorgeführt. Sie gab dem Haftbefehlsantrag statt. Er befindet sich derzeit in U-Haft.

Das Mädchen wurde laut dpa zu einem Arzt gebracht, musste jedoch glücklicherweise nicht in ein Krankenhaus eingeliefert werden. 

Die CSU hatte sich zuletzt für härtere Strafen für Straftäter eingesetzt, die Kinder missbraucht haben. So soll Kindesmissbrauch in Zukunft lebenslang im Führungszeugnis festgehalten werden. "Wer sich an den Schwächsten unserer Gesellschaft vergeht, der darf auch nie wieder beruflich oder ehrenamtlich Umgang mit Kindern haben", sagte Alexander Dobrindt in diesem Zusammenhang gegenüber der Deutschen-Presse-Agentur (dpa).