Seit 2016 sollen eine 51-Jährige und ihr gleichaltriger Ehemann Cannabis im großen Stil angebaut und verkauft haben. In ihrer Wohnung in Oberösterreich fand die Polizei 200 Cannabispflanzen. Das Paar soll außerdem eine Kellerwohnung im gleichen Haus - gemietet von "Strohmännern" - als Plantage genutzt haben. Der Hausbesitzer wusste laut Polizei von den Geschäften und erhielt ein monatliches Schweigegeld.


Cannabis im Tausch für Amphetamine

Die Eheleute verkauften den Großteil der Drogen an den 35-jährigen Deutschen, der in Braunau lebt. Der Mann bot dem Ehepaar im Gegenzug Amphetamin und Kokain zum Verkauf an. Wegen der wachsenden Zahl an Abnehmern aus Bayern und Oberösterreich vergrößerte sich die Drogenbande: Ein 42-jährigen Mann züchtete für die Gruppe Cannabis in seinem Keller in der Nähe von Salzburg, ein 35-Jähriger baute das Obergeschoss eines Bauernhofs zu einer Plantage um. Die Bande soll von 2016 bis April 2018 mindestens 200 Gramm Kokain, 1,5 Kilogramm Amphetamin und 20 Kilogramm Cannabis verkauft haben.
dpa