Bombenfund in Berlin: In der Hauptstadt wurde am Mittwoch (18. April 2018) eine Bombe aus dem zweiten Weltkrieg entdeckt. Der Fundort liegt in der Heidestraße in Berlin-Mitte. Die Bombe soll am Freitag (20. April 2018) entschärft werden, teilte die örtliche Polizei mit.


Wer wird evakuiert?

In einem Radius von 800 Metern werden am Freitag ab 9 Uhr alle umliegenden Gebäude geräumt. Davon betroffen ist das Gebiet zwischen der Fennstraße, Heidestraße, Invalidenstraße und der Chausseestraße. Gegenüber dem "Tagesspiegel" sagte der Sprecher der Polizei Berlin: "Wird werden ab neun Uhr am Freitag jedes Haus im Sperrkreis darauf überprüfen, ob sich dort noch Menschen befinden."

Im weiteren konnte der Sprecher noch keine genauen Details bekannt geben, wie lange die Entschärfung dauern wird. Dies sei abhängig von Zustand der Bombe.


Charité ebenfalls betroffen

Einige wenige Bereiche der Charité sind ebenfalls betroffen. Gebäude des nordwestlichen Campus an der Invalidenstraße müssen evakuiert werden. Davon betroffen sind wenige ambulante Bereiche, Teile der Verwaltung und insgesamt 40 stationäre Betten.


BVG: U55 fährt nicht

Zusätzlich könnte der Bahnverkehr der Straßenbahntrasse und dem Berliner Nord-Süd-Tunnel betroffen sein. Höchstwahrscheinlich wird der Hauptbahnhof geräumt.

Die S-Bahn kündigte auf Twitter an, mit fast allen Linien im Laufe des Freitags zu fahren. Busse werden das betroffene Gebiet umfahren und die Straßenbahnen M5 und M8 meiden das Gebiet, in dem sie drehen.

Die U55 hingegen wird nicht fahren am Freitag. Die Pressesprecherin der BVG, Petra Reetz sagte gegenüber dem Lokalmedium, dass man den Verkehr jedoch innerhalb von fünf Minuten nach Beendigung der Bombenentschärfung wieder aufnehmen könne.


Lage im Wirtschaftsministerium unklar

Ebenfalls im Sperrkreis von 800 Metern angesiedelt ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Dort sind 1700 Menschen beschäftigt. Derzeit ist aber noch unklar, ob die Gebäude des Ministeriums geräumt werden müssen oder nicht. Im Sozialgericht Berlin ist die Situation derweil klar: Dort wird kein geregelter Gerichtsbetrieb stattfinden. Zur Zeit der Bombenentschärfung muss das Justizgebäude geschlossen werden.